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Hintergrundinformationen für Designer und Entwickler

Die Oberflächen innerhalb der MDE-Anwendung können generiert werden. Die Businesslogik wird in Codeunits entwickelt und mit der entsprechenden Oberfläche verknüpft.

Technische Abbildung eines Prozessablaufes

Der Anwender startet in einem Start-Designer, bspw. einer Anmeldung und gelangt anschließend in ein Menü. Jede Darstellung und jeder Prozess basiert auf einer optischen Darstellung, abgebildet durch einen sogenannten "MDE Designer".

In dem Menü, zur Auswahl des gewünschten Prozesses, wird ein Prozess, bspw. die "Einlagerung" durch den Anwender selektiert. Der Prozess "Einlagerung" hat einen eindeutigen Prozesscode. Innerhalb des Prozesses erfolgt die technische Abbildung in Prozessschritten. Durch die Kombination Prozesscode und Prozessschritt führt die Business-Logik den Anwender durch einen ausprogrammierten Anwenderprozess.

Prozessschritt-Handling technisch erläutert

Ein Prozessschritt ist eine Zahl, die der Entwickler selbst setzen und wieder auswerten kann, wie zum Beispiel:

  1. Lagereinlagerung auswählen
  2. Artikelnummer scannen
  3. Menge eintragen
  4. Einlagerung bestätigen

Gibt der Anwender im Prozessschritt "Artikelnummer scannen" eine falsche Artikelnummer ein, so bleibt der Schritt unverändert und der Anwender kann erneut eine Artikelnummer eingeben. Ist diese korrekt, wird der Schritt erhöht. Der Entwickler erkennt auf Basis der Schritte, dass die Menge zurückgemeldet wird und wertet die Eingabe dementsprechend auf Gültigkeit aus.

Im Rahmen der Entwicklung empfiehlt es sich, jedem Schritt eine feste Zahl zuzuordnen und diese mit ausreichenden Abständen zu versehen. So können nachträglich Zwischenschritte eingebaut werden.

Designer
Die Basis von MDE stellt der sogenannte "Designer" dar. Mithilfe dessen können Oberflächen erstellt werden, die zur Ein- und Ausgabe von Informationen dienen. Hierzu werden die dazugehörigen Rechte benötigt.

Oberflächen Design
Die Generierung der Oberfläche erfolgt über die Seite "MDE Designer". Diese unterteilt sich in den Designer Kopf und dessen Zeilen.

Designer Kopf
Das Feld "Code" identifiziert das Design eindeutig. Damit das MDE-Gerät den Einstiegs-Designer finden kann, gibt es hierbei eine Sortierung. Das Gerät startet mit dem obersten/ersten Designer; ab da wird die Einrichtung/Programmierung berücksichtigt.

Höhe und Breite
Die Felder "Höhe" und "Breite" stellen die Auflösung des MDE-Gerätes dar. Verwendet der Kunde unterschiedliche Geräte, so sollte die Einrichtung der niedrigsten Auflösung aller Geräte entsprechen. Eine Skalierung auf dem Endgerät erfolgt automatisch.

Art
Die "Art" unterscheidet zwischen einem Menü und einem Prozess.

Unter "Aktionen", "Design Vorlage" können drei Zeilen automatisch am Ende angefügt werden. Dabei handelt es sich um zwei Buttons: "Abmelden" und "Zurück", sowie einem Nachrichtenfeld für die Ausgabe von Arbeitsanweisungen oder Fehlern.

Designer Zeile
Die Designerzeilen beinhalten Steuer- und Anzeigeelemente, die einem Designerkopf zugeordnet sind.

Name
Der Name der Designerzeile wird zur eindeutigen Identifikation verwendet. So kann aus dem Quellcode auf die Designerzeile zugegriffen werden. Der Name sollte nach einmaliger Eingabe nicht mehr verändert werden, um die Lauffähigkeit der Businesslogik im Hintergrund weiter zu gewährleisten.

Art
Die Zeilen stellen die Benutzersteuerelemente auf dem MDE dar. Hierbei gibt es folgende "Arten":

  • Text: Eine klassische Textbox. Dient zur Ein- und Ausgabe von Texten.
  • Button: Ermöglicht die Validierung per Finger oder hinterlegtem Tastenkürzel.
  • Liste: Tabellarische Darstellung von bis zu zehn Spalten
  • Option: Sogenannte Combobox. Ähnlich einem Lookup-Feld, dem mehrere Werte zur Auswahl hinterlegt werden können.
  • Boolean: Eine Prüfbox zur Eingabe von Ja/Nein-Werten
  • Label: Textausgabe. Unveränderbar. Ohne Rahmen.
  • Passwort: Wie Text, nur mit " * " als Maskierung der Eingabe
  • Tastatur: Bild einer Tastatur. Wird diese angeklickt, öffnet sich die MDE-OnScreen-Tastatur
  • Nachricht: Textausgabe von Arbeitsanweisungen, Warnungen oder Fehlermeldungen.
  • Bild: Anzeige eines Bildes von einem UNC-Pfad oder einer URL
  • Signatur: Unterschriftenfeld. Wird als Bild zurückübermittelt.
  • Fortschrittsbalken: Kann einen prozentualen Wert von 0-100 darstellen
  • Ampel: Repräsentiert einen runden Button, der als farbiger Indikator dient.
  • Ton: Kann einen von drei auf dem Gerät definierten Tönen abspielen.
  • Kamera: Ermöglicht die Aufnahme von 1-N Bildern.
  • Barcodescanner: Sofern das Gerät dies unterstützt, kann die Kamera als Barcodescanner geöffnet werden.
  • Webbrowser: Kann eine Webseite anzeigen oder HTML-Texte darstellen.

Datentyp
Per "Datentyp" können Texteingaben beschränkt werden. So kann der Anwender im Falle eines Datentyps "Integer" nur Zahlen hinterlegen. Sind Buchstaben enthalten, so kann er den Prozess-Schritt nicht zurücksenden, bis die Daten korrigiert sind.

Editierbar
Die Spalte "Editierbar" steuert, ob das Steuerelement schreibgeschützt und nur zur Anzeige genutzt werden soll oder ob es editierbar ist und somit eine Eingabe erlaubt.

Zu validieren
"Zu validieren" beschreibt, dass dieses Steuerelement vom Anwender genutzt werden kann, um die Daten an Business Central zu übermitteln. So muss z. B. ein Button validierbar sein, um einen Prozess-Schritt in BC ausführen zu können. Hierbei ist es zwingend notwendig, in der Prozessbeziehung eine Codeunit zu hinterlegen.

Pflichtfeld
Werden mehrere Textfelder auf "Zu validieren" gesetzt, so können Pflichtfelder mit der Spalte "Pflichtfeld" erzwungen werden, sodass BC mit der Datenübermittlung beginnt, sobald die Pflichtfelder gefüllt sind.

Ausnahmen stellt z. B. ein Zurück- oder Abmelden-Button dar. Dieser soll i. d. R. ebenso funktionieren, wenn die Pflichtfelder nicht gefüllt sind. Dazu kann per "Pflichtfeld ignorieren" die Konfiguration überschrieben werden.

Höhe und Breite
Die Felder "Höhe", "Breite", "X-Position" und "Y-Position" ordnen das Element auf Basis der Höhe und Breite im Design Kopf an. Hat das anzuzeigende Gerät eine abweichende Auflösung, so wird dies entsprechend skaliert.

Hinweis

Die Android- und Universal Windows Plattform (UWP)-App kann diese Steuerelemente nicht pixelgenau anordnen. Daher werden alle Controls nebeneinander dargestellt, wenn sie auf der identischen Y-Achse liegen. Alle anderen Controls werden untereinander dargestellt.

Die horizontale und vertikale Ausrichtung richtet sich am entsprechenden Rand aus. Diese kommt zum Tragen, wenn das Display größer ist, als in BC hinterlegt.

Farben
Anhand der "Vordergrund Farbe", "Hintergrund Farbe", "Schriftgröße" und "Schrifttyp" kann die Darstellung der Steuerelemente individualisiert werden. Standardmäßig sind alle Steuerelemente in der Schriftgröße "10" und Art "Normal". Buttons werden "Fett" angezeigt.

Tastenkürzel
Im Feld "Tastenkürzel" können Buttons bestimmte Tasten-Codes auf dem Gerät zugeordnet werden. Nutzen Sie die Lookup-Funktionalität zur Erleichterung.

Prozessbeziehungen
Das Feld "Prozessbeziehungen" zeigt an, wie viele Prozesse hinter dem Steuerelement eingerichtet sind. Durch die Selektion des Feldes, werden alle Prozessbeziehungen aufgelistet.

Um ein Steuerelement, welches die Eigenschaft "Zu validieren" aufweist, mit einer Aktion in BC zu verknüpfen, wird der Zeile eine Prozessbeziehung in der Untertabelle zugewiesen.

Dabei ist das Folgendes zu berücksichtigen:

Weist ein Menü auf ein weiteres Menü, so ist es ausreichend, die Spalte "Nächster Designer Kopf Code" auszufüllen.

Um aus dem Menü einen Prozess zu starten, wird die "Prozess-ID" und eine auszuführende "Codeunit" gefüllt. Ein Menü-Button darf daher nur eine Zeile in den Prozessbeziehungen haben. Die MDE-Anwendung verwendet so lange diese Prozess-ID, bis der Anwender wieder auf ein Menü gelangt. Befindet der MDE-Anwender sich innerhalb eines Prozesses, wird jede Prozessbeziehung auf diese Prozess-ID gefiltert.

Hinweis

So ist es möglich, definierte Designer für verschiedene Prozesse wiederzuverwenden.

Beispiel: Eine Artikelinformationskarte kann aus den Prozessen Wareneingang, Warenausgang oder Inventur aufgerufen werden. Der "Zurück"-Button verweist, je nach Prozess ID, wieder auf den passenden Designer des Prozesses (Warenausgang, Wareneingang, Inventur). Somit ist eine prozessübergreifende Wiederverwendung von Designern möglich.

MDE Text Codes

Die Text Codes dienen als Platzhalter für die Übersetzungen der Steuerelemente und Arbeitsanweisungen.

Code
Ist die Identifikation der Textzeile am MDE-Gerät.

Beschreibung
Die interne Beschreibung des MDE-Textes, dient ausschließlich zu Informationszwecken.

Anzahl Übersetzungen
Stellen die Anzahl der hinterlegten Übersetzungen für den MDE-Text dar. Für jeden MDE-Text können die Erscheinungstexte in verschiedenen Sprachen erfasst werden. Übersetzungen können über die Aktion Textübersetzungen eingerichtet werden.

Optional können die MDE Text Code Übersetzungen direkt in der "MDE Designer Zeilen Einrichtung" gepflegt werden. In der Designer Zeile wird der MDE Text Code in dem Feld Vorgabewert hinterlegt, per Selektion der Zahl "Anzahl Übersetzungen" im in der "MDE Designer Zeileninformation"-Informationsbox kann direkt in die Übersetzungen abgesprungen werden.

Hervorhebung des Arbeitsvorrats

Die korrekte Steuerung von Prozessen ist ein grundlegender Bestandteil eines optimalen Geschäftsprozesses. Menüpunkte können durch farbige Hinterlegung visuell hervorgehoben werden, um den Anwendern die Orientierung zu erleichtern. Die farbige Hinterlegung soll eine Priorisierung der Abarbeitung von Tätigkeiten in einem Menüpunkt darstellen.

Mögliches Anwendungsbeispiel: Ein Benutzer hat eine aktive Zuweisung einer Kommissionierung und soll diese abarbeiten. Dies kommt dadurch zustande, dass der Lagerleitstand den Mitarbeiter in BC zugewiesen hat. Der Menüpunkt wird dem Anwender rot dargestellt.

In der MDE-Einrichtung stehen unter "Hervorhebung der anstehenden Arbeiten" drei frei konfigurierbare Farbwerte zur Verfügung.

Hervorhebungslevel 1, 2 und 3

Angezeigter Farbwert zur Prozesssteuerung in Abhängigkeit eines ermittelten Arbeitsvorrats.

Im jeweiligen Anwendungsfall/Projekt erfolgt die Definition und Umsetzung, welches Hervorhebungslevel was für den Mitarbeiter bedeutet.

Für- Test und Demozwecke kann ein Randomwert zu einem Button in der MDE Designer Zeile durch die Hinterlegung der Codeunit 5021652 im Feld "Hervorhebung Berechnung Codeunit" eingerichtet werden. Wird diese Codeunit verwendet, müssen alle drei Hervorhebungslevel eine eingerichtete Farbe hinterlegt haben.

Für die kundenindividuelle Umsetzung in Projekten kann eine eigene Codeunit für die Hervorhebung von Steuerelementen genutzt werden.

Diese individuelle Codeunit muss als Parameter die MDE Designer Zeile verwenden. Die ID der Codeunit wird in der jeweiligen MDE Designer Zeile hinterlegt. In der Codeunit muss dann die entsprechende MDE Designer Zeile modifiziert werden, z. B. Validate(BackColor,‘Red‘);

[EventSubscriber(ObjectType::Codeunit, Codeunit::"GOB MDE Pending Work Calc.", 'ElseCaseControlName', '', false, false)] local procedure OnElseCaseControlName(var TmpMDEDesignerLine: Record "GOB MDE Designer Line"; var HighlightLevel: Integer; var Handled: Boolean) var ControlNameLibrary: Codeunit "GOB MDE Control Name Library"; begin if TmpMDEDesignerLine.Name = ControlNameLibrary.LoginButton() then HighlightLevel := 3; end;

Alternativ wird in der bestehenden Codeunit 5021652 ein ElseCaseControlName Publisher bereitgestellt.

Remote-Einrichtung von unitop MDE

Ab der Version unitop 13 ist es möglich die Einrichtung des Endgerätes aus Dynamics 365 Business Central heraus zu verwalten.

Dazu kann in der "MDE Geräte Einrichtung" ein sogenannter "Master" definiert werden, welcher die Standardeinstellungen vorhält.

Meldet sich ein Gerät in BC an, so wird dessen Einrichtung mit dem Master abgeglichen und mit dessen Geräte-ID eingetragen. Die Geräte-ID ist eine eindeutige ID, die mit dem Start der MDE-Anwendung auf dem jeweiligen Endgerät erzeugt und in der WindowsClientData-Datei gespeichert wird.

Wird in BC eine Einstellung verändert, aktualisieren sich auf dem MDE-Gerät, beim nächsten Start der Anwendung, die Setup- und Connection-Dateien. Besitzt ein neues Gerät noch keine eigene Einrichtung in BC, so wird diese aus dem Master vererbt und mit der lokalen Konfiguration kombiniert. Wenn kein "Master" definiert wurde, gilt ausschließlich die lokale Einrichtung auf dem Gerät.

Eine Auswahl der Einrichtungsoptionen im Überblick:

Allgemein

  • Device ID: Identifiziert das Gerät eindeutig
  • Erster Designer: Zu der Sortierung abweichender MDE Design Kopf

Verbindung

Beinhaltet die grundlegenden Authentifizierungsinformationen

  • Vorab-Authentifizierung: Speichert die Verbindungsinformationen, sollte bei Android und NTLM nicht verwendet werden.
  • Automatische Weiterleitung erlauben: Ermöglicht ein Weiterleiten der Verbindung, z. B. durch einen Loadbalancer.
  • Allen Zertifikaten vertrauen: Ignoriert etwaige Zertifikatsüberprüfungen (nur in der Testphase zu verwenden).

Basis

Bezieht sich auf das Verhalten der Anwendung.

  • Vorgabemandanten Verwenden: Gibt dem Anwender keine Auswahl, welcher Mandant gestartet werden soll. Dieser kann fest hinterlegt werden.

  • Einrichtungstastenkombination: Die Tastenkombination, um an das Einrichtungsmenü auf den Geräten zu gelangen. Wird das Feld leer gelassen, kann unter Android durch Wischen von links nach rechts das Menü ohne Eingabe geöffnet werden.

  • Leistungsprotokoll: Erstellt eine lokale Datei mit Informationen über die Zugriffszeiten und Leistung.

  • Schließen Bestätigen: Öffnet einen Abfrage-Dialog bevor die Anwendung beendet wird.

  • Frontkamera verwenden: Wählt unter Android und UWP, welche Kamera für den Barcodescan verwendet werden soll.

  • JSON-Fehler ignorieren: Im Mischbetrieb verschiedener Versionen, kann es Abweichungen des Formats zwischen BC und den Geräten geben. Die Geräte lösen diese Abweichung selbstständig auf, wenn dieses Feld aktiviert ist.

Auftreten

Die Anzeige/Erscheinung des Gerätes ist abhängig vom Betriebssystem. Nicht alle Einrichtungen gelten für alle Geräte/Betriebssysteme.

  • Schriftgrößenfaktor: Erhöht den Schriftgrad. Sinnvoll bei Geräten mit hoher Auflösung.

  • Hervorhebung aktiv: Färbt das fokussierte Steuerelement in der entsprechend angegebenen Farbe ein.

  • Wiederholungen: Anzahl und Dauer des Blinkens im Fehlerfall.

  • Tastatur-Icon sichtbar: Blendet das Steuerelement aus der MDE Designer Zeile für das Gerät aus (nützlich bei Geräten mit Hardwaretastatur).

  • Bildschirmtastatur ausblenden: Blendet die softwareseitige Tastatur aus, wenn ein Texteingabefeld aktiviert wird.

Töne

Im Windows CE-Verzeichnis befinden sind verschiedene Töne. Diese können auf dem Gerät eingerichtet und angehört werden. Unter Android und UWP müssen manuell Ton-Dateien aufgespielt werden (.wav und.mp3). Diese werden in das Verzeichnis Download/unitop MDE/Sounds kopiert. Aus der Programmierung können diese mit einem Wert in dem "Default Value" der Designer Zeile, mit dem Zahlenwert "1", "2" und "3" entsprechend dem Einrichtungsfeld "Ton 1”, "Ton 2” und "Ton 3” angesprochen werden. So können abweichende Töne pro Gerät und Betriebssystem verwendet werden.

  • Piepton bei Fehler: Spielt bei jeder Nachricht vom Typ "Fehler" den unter "Piepton" hinterlegten Ton ab.

  • Ton1, Ton2, Ton3: Ermöglicht Geräte-Betriebssystemspezifisch drei Töne einzurichten, die per Steuerelement in der Designer Zeile abgespielt werden können. Bei .wav ist keine Endung notwendig. Bei.mp3 muss dies explizit angegeben werden.

Error

  • Hinweisprotokoll: Speichert alle auftretenden Meldungen und überträgt diese beim Start der unitop MDE Anwendung an BC (MDE Fehler Log)
  • Hinweisprotokollart: Grenzt die aufzuzeichnende Nachrichtenart ein.
  • Hinweisprotokoll nur Ausnahmen: Speichert nur Ausnahmen, die auf dem Gerät auftreten. Keine BC Meldungen. Diese können separat unter der "MDE Einrichtung" für alle Geräte aktiviert werden.

Reiter Barcodeleser

  • Kamera als Barcodeleser: Verwendet eine optionale Kamera als Barcodeleser. Unterstützt ausschließlich für die Geräte mit einer eingebauten Kamera und Android/UWP.
  • Symbol Barcodeleser: Verwendet unter Windows CE Geräten die native Symbol-Schnittstelle (Motorola und Symbol Geräte).

Gerät

Informationen über die Spezifikationen des verbundenen Gerätes.

Vorschau

Wird im MDE Designer unter "Einrichtungs-Vorschau" ein Gerät ausgewählt, dienen diese Felder zur Konfiguration, ob und wie häufig eine Aktualisierung erfolgt. So ist es möglich, ein ausgewähltes Gerät, den aktuell im Design befindlichen Designer nahezu in Echtzeit anzeigen zu lassen. Wechselt der Entwickler den Designer Kopf, so folgt die Anzeige auf dem Gerät.

Die Verwendung der Vorschau eines Designers auf dem Endgerät, während dieser erstellt wird, ist empfohlen. So können Auswirkungen, die Betriebssystem und größenabhängig vom Endgerät sind, direkt erkannt werden.

Technische Kommunikation zwischen Endgerät und BC

Die grundsätzliche Funktionsweise der Übertragung von Daten zwischen dem MDE und BC, basiert auf temporären Tabellen.

Dazu wird eine temporäre Kopie des Designer Kopfs und dessen Designer Zeilen erstellt. Initial immer vom ersten Designer, auf Basis der Sortierung. Oder, sofern abweichend in der "Geräte Einrichtung" eingerichtet, von diesem Designer Kopf.

Diese temporäre Kopie wird in eine JSON-Datei (Text) umgewandelt und an das Endgerät gesendet. Dieses packt die Daten wieder aus und zeigt sie an. Nachdem der Anwender ein Steuerelement validiert hat (Button gedrückt oder Enter in einem Textfeld), erzeugt die MDE-Anwendung wieder eine JSON-Datei aus den Steuerelementen und füllt die Spalte "Value" mit den Benutzereingaben. Das validierte Element bekommt ein Kennzeichen "Validiert von Gerät".

Die Programmierung erkennt nur dieses validierte Steuerelement und holt sich auf Basis der dahinterliegenden Prozessbeziehung den folgenden Designer. Hierbei werden die temporären Tabellen gelöscht, mit dem ausgewählten Designer gefüllt und wieder an das MDE-Gerät gesendet.

Befindet sich der Anwender bereits in einem Prozess, so wird anhand der Prozess-ID die entsprechende Codeunit aus der Prozessbeziehung geholt und ausgeführt. In diesem Fall obliegt es dem Entwickler die entsprechenden Schritte zu setzen und (wenn nötig) den Designer manuell zu wechseln.

Aufgrund der zustandslosen Kommunikation per Webservices ist jede Übertragung in einer eigenen Session zu betrachten. Das bedeutet, dass Business Central, während der Anwender noch nichts validiert, keinerlei Daten gespeichert hat.

Vereinfacht kann die Kommunikation als Brief gesehen werden. Das MDE-Gerät sendet einen leeren Umschlag an BC. Dieser Umschlag wird nun mit dem ersten Designer gefüllt und zurückgeschickt. Hierbei bleiben keinerlei Daten in BC zurück. Auf dem MDE wird der Brief so lange verwahrt, bis der Anwender ein Feld validiert (Button drückt, scannt, o. Ä.). Erst dann bekommt BC den Umschlag inklusive den vom Anwender gefüllten Informationen zurück und kann die Auswertung/Verarbeitung vornehmen.

Das geschieht i. d. R. in wenigen Millisekunden, dann beendet BC die Session. Erst wenn der Entwickler alle notwendigen Informationen gesammelt hat (z. B.: Artikel, Variante, Menge und Ziel-Lagerort) wird eine Lagereinlagerung erstellt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass diese Informationen im Designer verbleiben müssen. Dazu können klassisch Textboxen (schreibgeschützt oder unsichtbar) verwendet werden oder alternativ befinden sich zwei Felder im Designer Kopf, die frei genutzt werden können. Ebenfalls im Designer Kopf kann ein RecordRef abgelegt werden, der einen Datensatz in einer Tabelle identifiziert. Fertige Funktionen stehen dazu in der Codeunit "MDE Process" zur Verfügung. Hierbei ist es nicht notwendig auf diese o. g. temporären Tabellen zuzugreifen.

Daten

Der "Designer Kopf" beinhaltet weitere Felder, die ausschließlich zur Kommunikation an das MDE-Gerät verwendet werden.

  • Benutzer Anmeldung: Individueller Login
  • Benutzer ID: Windows User, der dem MDE hinterlegt wurde
  • Benutzerdrucker: Drucker aus der Druckerauswahl
  • Prozess-ID: Aktueller Prozess (Bei Menü "0")
  • Schritt: Aktueller Schritt
  • Datensatz-ID/Tabellen-ID: Ein RecRef kann im Kopf gespeichert werden
  • Datenpuffer 1, Datenpuffer 2: Text-Speicher je 250 Zeichen.

In der Designer-Zeile befinden sich folgende zusätzliche Felder:

  • Validiert von Gerät: Identifiziert eindeutig das validierte Control
  • Geändert von Gerät: Markiert alle Steuerelemente, deren Wert sich vom Vorgabewert unterscheidet
  • Wert: Wert des Steuerelements, bei Listen die selektierte Zeilennummer
  • Sichtbar: Blendet Felder aus

Bis auf "Sichtbar" werden alle Felder bei der Übertragung an dem MDE zurückgesetzt und auch von diesem gefüllt.

Hinweis

Bei der Umwandlung von Kopf und Zeilen in das JSON-Format, werden alle Spalten übermittelt. Legt ein Entwickler ein neues Feld in einer der beiden Tabellen an, so wird dies das Kommunikationsprotokoll beeinträchtigen.

Codeunits

  • MDE Service: Webservice nach außen sichtbar. Entpackt die Daten vom MDE und legt diese als temporäre Tabellen in MDE-Prozess. Nimmt Dateien/Bilder entgegen und kann diese dem MDE wieder bereitstellen.
  • MDE Helper: Beinhaltet Funktionen zur Konvertierung. Hilfsfunktionen für den Designer.
  • MDE Process: Beinhaltet die temporäre Kopie des Designers und stellt alle Standardfunktionen bereit, die Daten auszulesen und zu manipulieren.
  • MDE Printqueue: Verarbeitet die Druckerwarteschlangen Einträge.