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Warenausgangsdatenberechnung
Die klassische Verfügbarkeit stellt eine Menge X zu einem bestimmten Datum dar, welche auf Basis der Lagerbestandsein- und -ausgängen bis zu dem Datum errechnet wird. Bei Auftragserfassung erhält man bei Mengeneingabe ggf. eine Verfügbarkeitswarnung (Benachrichtigung), sieht eine Verfügbarkeitsanzeige in der Infobox und kann manuell bei Bedarf eine Lieferterminermittlung oder Beschaffungszusage aufrufen, um einen realistischen Termin zu ermitteln.
Beachten Sie, unitop ist eine Ergänzung (keine Alternative) zu der Standardverfügbarkeit. Ziel ist, dass das frühestmögliche Warenausgangsdatum automatisch ermittelt und in die Belegzeile geschrieben wird.
Die Warenausgangsdatenberechnung in Verkaufsaufträgen findet automatisch bei der Anlage oder Änderung einer Verkaufsauftragszeile statt. Voraussetzung ist die Eingabe einer Menge.
Die Warenausgangsdatenberechnung ermittelt anschließend die Verfügbarkeitsposten für den ausgewählten Artikel oder die ausgewählte Artikelvariante für den in der Auftragszeile angegebenen Lagerort. Anschließend versucht das System die neue oder geänderte Bedarfsposition so in den zeitlichen Verlauf der Verfügbarkeitsposten einzureihen, dass dadurch die zugrundeliegende Auftragszeile verfügbar wird und durch die Einreihung keine anderen Bedarfspositionen negativ beeinflusst werden. Ist dies möglich wird das so ermittelte Verfügbarkeitsdatum als neues Warenausgangsdatum in die Verkaufsauftragszeile eingetragen. Wenn keine Position innerhalb der Verfügbarkeitsposten ermittelt werden kann, weil beispielsweise keine Einkaufsbestellungen existieren und der verfügbare Lagerbestand nicht ausreicht, wird die Beschaffungszusage aus Microsoft Business Central verwendet, um ein Warenausgangsdatum zu ermitteln.
Am Feld "Warenausgangsdatumsber. Status", in der Verkaufszeile, können Sie erkennen, ob eine Berechnung stattgefunden hat. Wurde ein Datum ermittelt, steht der Status auf "Berechnet". Darüber hinaus gibt es den Status "Initial" (wenn keine automatische Berechnung erfolgt) und "verzögert", sowie "manuell" (wenn ein Datum – sofern es erlaubt ist – vom Anwender manuell eingetragen wurde).
Hinweis
Wichtig für eine realistische Lieferterminermittlung ist eine korrekte Pflege der Daten, insbesondere der Beschaffungszeiten beim Lieferanten.
Auftragszeile automatisch aktualisieren
Ändert sich das Wareneingangsdatum in einer Einkaufsbestellung, kann dies Auswirkungen auf die Warenausgangsdaten in Ihren Verkaufsaufträgen haben. Dabei werden sowohl frühere als auch spätere Wareneingangsdaten berücksichtigt und führen auf unterschiedliche Weise zu einer Aktualisierung der betroffenen Belege.
Über die im Kapitel "Automatische Warenausgangsdatenberechnung" eingerichtete Warteschlange werden periodisch alle geänderten Daten zur Neuberechnung der Warenausgangsdaten in Verkaufsaufträgen herangezogen. Dabei werden bei Auftragszeilen, welche durch die Aktualisierung ein späteres Warenausgangsdatum erhalten, Verzögerungsposten erstellt und die Verkaufszeile auf den "Warenausgangsdatumsber. Status" = "Verzögert" gesetzt.
Hinweis
Verzögerungen werden in Abhängigkeit der Verfügbarkeitseinrichtung am Lagerort nur außerhalb einer Verzögerungstoleranz umgesetzt.
Reservierungskonkflikte
Ein Reservierungskonflikt liegt vor, wenn sich durch eine neue Reservierung für eine Belegzeile das Warenausgangsdatum anderer Belegzeilen ändert. Die Verfügbarkeitsberechnung wird zweifach durchgeführt (ohne Reservierung und mit Reservierung). Anschließend werden die Ergebnisse beider Durchläufe miteinander verglichen. Gibt es unterschiedliche Warenausgangsdaten als Ergebnis, liegt ein Konflikt vor, der geprüft werden muss. Gemäß der Einrichtung "Aktion für Reservierungskonflikte" in der "Verfügbarkeit Einrichtung" wird eine Warnung oder Fehler ausgegeben werden.
Verzögerungsposten
Verzögerungsposten können über die Suche aufgerufen werden und dienen als Basis für eine Benachrichtigung Ihrer Kunden. Ein Verzögerungsposten kann nach der Benachrichtigung, als "Bearbeitet" gekennzeichnet werden und entfällt damit aus der Liste. Der Status in der Verkaufszeile steht danach wieder auf "Berechnet".
Tipp: Die Tabelle kann z. B. vom Innendienst über "unitop flexibler Stapel" im Rollencenter eingebaut werden, um Verzögerungen regelmäßig zu prüfen.
Die Verzögerungsposten können auch im Verkaufsauftrag über die gleichbenannte Zeilenaktion aufgerufen werden.
Wenn Sie in der "Erweiterten Artikelmanagement Einrichtung" im Feld "Aktualisierung bei Wareneingangsdatumänderung" die Option "Immer" oder "Bestätigen" ausgewählt haben, so wird bei Eingabe eines späteren Wareneingangsdatums in einer Einkaufsbestellzeile geprüft, ob zu betroffenen Verkaufsaufträgen Verzögerungsposten erstellt werden müssen.
Zusätzlich kann auch jederzeit verkaufsseitig eine Aktualisierung der Warenausgangsdaten von Verkaufsauftragszeilen über die Zeilenaktion "Neuberechnung Warenausgangsdatum" erfolgen.
Ändert sich der geplante Zugang einer Bestellung für Fertigungskomponenten, wodurch das Fälligkeitsdatum nicht mehr eingehalten werden kann, werden auch dafür Verzögerungsposten erstellt. Diese können im freigegebenen und festen Fertigungsauftrag gesamt und für einzelne Zeilen aufgerufen werden. Zudem zeigt ein Stapel für verzögerte FAs/FA-Komponenten im Rollencenter des Produktionsplaners dem Anwender direkt, dass es zu Verzögerungen kommt.
Hinweis
Das Fälligkeitsdatum in der Fertigung wird nicht automatisch angepasst.