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Verkauf mit verschiedenen Länderkonstellationen
Dieses Kapitel beschreibt den Verkaufsprozess im Kontext des Moduls Innergemeinschaftliche Lieferung. Das Modul übernimmt dabei automatisch die Ermittlung der steuerlich korrekten Buchungsgruppen und USt.-Angaben auf Basis der Länder-/MwSt.-Matrix. Alle relevanten Felder werden konsistent in Belegkopf und Belegzeilen gepflegt.
Verkaufsauftrag für innergemeinschaftliche Lieferung anlegen
Die folgende Anleitung beschreibt das typische Vorgehen beim Anlegen eines Verkaufsauftrags mit Innergemeinschaftlicher Lieferung.
Verkaufsauftrag öffnen: Öffnen Sie über die Suche einen "Verkaufsauftrag" und wählen Sie "Neu".
Debitor eintragen: Tragen Sie den Debitor ein. Das System befüllt das Feld "Unsere USt.-IdNr." automatisch aus den Firmendaten, vorausgesetzt, die Logik zur Innergemeinschaftlichen Lieferung ist in der Einrichtung aktiv.
Empfangsland prüfen: Prüfen Sie das Feld "Lief. an Land/Region" im Belegkopf. Dieses Feld bestimmt das Empfangsland für die spätere Matrixermittlung.
Belegzeile anlegen: Legen Sie eine Belegzeile an und tragen Sie den gewünschten Artikel ein. Setzen Sie den "Lagerortcode" in der Belegzeile – dieser Wert definiert das Versandland. Das System prüft dabei, ob am Lagerort ein Länder-/Regionscode gepflegt ist. Fehlt dieser Eintrag, stoppt das System den Prozess mit einer Meldung.
Hinweis
Werden Zeilen erfasst, die nicht zur Konstellation passen, beispielsweise ein Lagerort mit einem abweichenden Länderkennzeichen, stoppt das System die Erfassung mit einer Fehlermeldung.
Hinweis
Der Lagerortcode in Belegzeilen kann, wenn bereits mehrere Zeilen vorhanden sind, nur innerhalb desselben Landes geändert werden. Für einen Wechsel auf einen Lagerort mit einem anderen Länderkennzeichen ist eine Änderung im Belegkopf notwendig. Der dort gewählte Lagerort, inklusive der ermittelten Buchungsgruppen und der "Unsere USt.-IdNr.", wird anschließend auf alle Zeilen übertragen.
Matrixermittlung: Das System ermittelt im Hintergrund die passende Konstellation aus der Länder-/MwSt.-Matrix. Es berücksichtigt dabei: "Versandland" (aus Lagerort), "Empfangsland" (Lief.-an Land), "Landtyp" (Inland / Europäische Union / Ausland / Land), "Lieferbedingung" (Lieferbedingungscode) sowie ob der Kunde eine USt.-IdNr. hat.
Felder aktualisieren: Das System aktualisiert automatisch "Geschäftsbuchungsgruppe", "MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe" und "Unsere USt.-IdNr." konsistent in Zeile und Belegkopf.
Ergebnis prüfen: Prüfen Sie die ermittelten Werte auf dem Register für die Innergemeinschaftliche Lieferung im Beleg.
Tipp
Wird kein passender Matrixeintrag gefunden, erhalten Sie einen Hinweis mit der Möglichkeit, direkt in die Länder-/MwSt.-Matrix zu verzweigen, um die Einrichtung zu ergänzen. Es wird keine Fehlermeldung ausgegeben; als Fallback werden die Buchungsgruppen und die USt.-IdNr. im Standard ermittelt, d. h. vom Debitor bzw. von der Lief.-Adresse und den Firmendaten.
Prüfungen bei Feldänderungen
Die folgenden Prüfungen greifen, wenn Sie nach der initialen Belegerfassung Änderungen an Schlüsselfeldern vornehmen.
Standort-/Lagerortbezug
Auch bei nachträglichen Änderungen am Lagerort prüft das System, ob dort ein Länder-/Regionscode gepflegt ist. Fehlt dieser Eintrag, stoppt das System den Prozess mit einer Meldung, bis die Einrichtung vollständig ist.
Konsistenzprüfung bei Dokumentkopie
Werden Zeilen aus anderen Verkaufsbelegen übernommen, prüft das System die Konsistenz der übernommenen Datenbasis. Geprüft werden dabei Landcode aus dem Lagerort, Geschäftsbuchungsgruppe, MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe und unsere USt.-IdNr. Bei gemischten Konstellationen fordert das System getrennte Belege, damit die steuerliche Behandlung korrekt bleibt.
Verhalten bei Änderungen am Lagerortcode
Bei nachträglichen Änderungen am Lagerortcode berücksichtigt das System die Prüfungen der Innergemeinschaftlichen Lieferung. Änderungen innerhalb desselben Landes sind in Belegzeilen direkt möglich. Ein Wechsel auf einen Lagerort mit einem anderen Länderkennzeichen muss über den Belegkopf vorgenommen werden – die dort ermittelten Buchungsgruppen und die "Unsere USt.-IdNr." werden anschließend auf alle Zeilen übertragen.
Felder mit erneuter Matrixermittlung
Bei Änderungen an folgenden Schlüsselfeldern stößt das System die Ermittlung aus der Länder-/MwSt.-Matrix erneut an und aktualisiert alle abgeleiteten Informationen in Zeilen und Belegkopf:
- Lieferbedingungscode
- USt.-IdNr.
- Lief.-an Länder-/Regionscode
Belegdruck
Beim Druck von Verkaufsbelegen wird das Feld "Unsere USt.-IdNr." aus dem Verkaufsbeleg im Footer berücksichtigt. Damit sind die steuerlich relevanten USt.-Angaben direkt auf dem gedruckten Dokument sichtbar.