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Allgemeines und Grundeinrichtungen
Nachfolgend finden Sie die gängigsten Abkürzungen und Begrifflichkeiten in der Logistikwelt.
Gängige logistische Abkürzung und Begrifflichkeiten
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| AP | Artikelposten |
| APG | Arbeitsplatzgruppe (= Maschinengruppe MG) |
| B2B | Business-to-Business |
| B2C | Business-to-Customer |
| BC | Microsoft Dynamics NAV, bzw. Microsoft BC |
| BE | Basiseinheit |
| BN | Benutzer |
| BTN | Button (Knopf) in MDE-Dialogen. |
| CD | Cross Docking (in BC als Zuordnung bezeichnet). |
| CH | Chargennummer (BC-Artikelverfolgung). |
| DB | Deckungsbeitrag |
| Einl. | Einlagerung |
| EK | Einkauf/-Abteilung |
| FA | Fertigungsauftrag (auch Produktionsauftrag genannt). |
| FA-IN | Produktion-Bereitstellungsplatz, wohin kommissioniert und woher Artikel buchungstechnisch verbraucht werden. |
| FA-OUT | Produktion-Ausgangsplatz, auf dem die Menge der Ist-Meldung buchungstechnisch zugeordnet wird. |
| FF | FlowField: Ein berechnetes Feld, das automatisch aktuell gehalten wird, aber keine Daten speichert. Vorteil: Immer aktuell. Nachteil: Langsamer bei Filterung und Sortierung. |
| FOB | Fernost-Bestellung (Schwimmende Ware, Containermanagement, Luftfracht). |
| HB | Herkunftsbeleg, beispielsweise Einkaufsbestellung, Verkaufsauftrag oder Umlagerungsauftrag. |
| HR | Hochregal |
| HW | Hardware |
| Inv | Inventur |
| JQ | Job Queue, Automatische periodische Aufgabenwarteschlange in BC |
| Komm. | Kommissionierung |
| LA | Lageraktivität, also Einlagerung, Kommissionierung, LP-Umlagerung |
| LB | Logistikbeleg, also Warenein-/-ausgang |
| LE | Lagereinheit (engl. Logistic Unit LU, ~Ladungsträger LT) |
| LP | Lagerplatz |
| LS | Leitstand |
| LVS | Logistikverwaltungssystem |
| Mischpalette | Eine Lagereinheit mit unterschiedlichsten Artikeln (und/oder -Varianten). |
| MA | Mitarbeiter/Mitarbeiterin, Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen |
| MDE | Mobile Datenerfassung |
| MG | Maschinengruppe (=Arbeitsplatzgruppe APG) |
| MM | Mindermenge |
| MOP | Multi Order Pick, Sammelkommissionierung von Nicht-BE-Kommissionierungen |
| NAV | Microsoft Dynamics NAV, bzw. Microsoft BC |
| NIO | Nicht in Ordnung-Zonen und/oder -LP zur Ausschleusung von Artikeln |
| NVE | Nummer der Versandeinheit |
| OP | One Pick, Sammelkommissionierungen von BE-Kommissionierungen |
| OS | Operating System, Betriebssystem, ~Windows/Android/etc. |
| PA | Packauftrag |
| PLZ | Postleitzahl |
| PN | Paketnr. (BC-Artikelverfolgung) |
| PNO | Paternoster |
| QS,QM | Qualitätssicherung, bzw. -Management |
| SA | Selbstabholer |
| SN | Seriennr. (BC-Artikelverfolgung) |
| SP | Single Pick, Einzelkommissionierung einer Großkommissionierung |
| SST | Schnittstelle(n) |
| SW | Software |
| uAV | unitop Abmessungsmanagement |
| Uml. | Umlagerung |
| VA | Verladung, Verladeauftrag |
| VK | Verkauf/-Abteilung, Vertrieb. |
| WA | Warenausgang. |
| WaWi | Warenwirtschaft. |
| WE | Wareneingang. |
Lagerorte
Ein Lagerort bezeichnet einen Standort, an dem Artikel gelagert, bearbeitet sowie eingekauft und verkauft werden. Die Lagerung umfasst die Bestandsführung, die Bearbeitung umfasst Montage und Produktion. Typischerweise handelt es sich um Unternehmensstandorte oder Verkaufsfilialen. Lagerorte können sowohl physisch (beispielsweise eine Lagerhalle mit allen Lagerplätzen) als auch virtuell (beispielsweise ein separater Bestandsbereich) eingerichtet werden.
Beispiele:
| Was | Kurzbeschreibung | Einrichtung |
|---|---|---|
| 1 Standort mit 3 verbundenen Lagerhallen | Artikel werden zwischen den Hallen umgelagert und die gesamte Fläche als ein Lagerort verstanden. | Lagerort 1 mit Zonen A, B und C und Lagerplätzen innerhalb der Zonen. |
| 1 Standort mit Reklamationszugängen | Artikel werden gewohnt am Standort geführt und von dort verschickt. Zusätzlich erreichen den Standort Artikelrücksendungen, die eine besondere Prüfung benötigen. Nach Bewertung sind die Artikel ggf. dem normalen Bestand und Verkauf wieder zuzuführen, zu verschrotten oder den Kreditoren zurückzusenden. | Lagerort 1 (wie zuvor). Virtueller Lagerort "REKLA" ohne Lagerprozesse und Lagerplätze zur gesonderten Vereinnahmung und Prüfung. |
| 1 Standort mit verbundener Shop-Verkaufsfläche | Artikel werden in einer Lagerhalle ohne Kundenzugang geführt und von dort versendet. Zusätzlich ist ein Shop vorhanden, in dem Debitoren stöbern und Artikel vor Ort kaufen können. Regelmäßig wird der Shop durch die Mitarbeiter der Lagerhalle befüllt. | Lagerort 1 (wie zuvor). Lagerort "SHOP" mit spontanen Kassenverkäufen und getrennter Bestandsführung. |
| 2 Standorte in verschiedenen Städten | Artikel werden von Standort 1 oder 2 verschickt. Zwischen diesen Lagerorten ist eine regelmäßige Umlagerung als Tour etabliert. | Lagerort 1 (wie zuvor). Lagerort 2 wiederum mit eigenen Zonen und Lagerplätzen. Lagerort "TRANSIT" zur Bestandsführung während der Umlagerung zwischen den Lagerorten. |
Lagerorte und Strukturen: Das Diagramm zeigt die Beziehungen zwischen verschiedenen Lagerorten (Standort 1, Standort 2) und virtuellen Lagerorten (REKLA, TRANSIT, SHOP), sowie die innere Struktur mit Zonen und Lagerplätzen.
flowchart LR
subgraph "Standort 1"
L1[Lagerort 1] --> ZA[Zone A] & ZB[Zone B] & ZC[Zone C]
ZA --> LPA[Lagerplätze A]
ZB --> LPB[Lagerplätze B]
ZC --> LPC[Lagerplätze C]
end
subgraph "Virtuelle Lagerorte"
REKLA[REKLA] --> Reklamation
TRANSIT --> Transport
SHOP --> Verkaufsfläche
end
subgraph "Standort 2"
L2[Lagerort 2] --> Z2A[Zone A] & Z2B[Zone B]
Z2A --> LP2A[Lagerplätze A]
Z2B --> LP2B[Lagerplätze B]
end
L1 <--> TRANSIT
TRANSIT <--> L2
L1 <--> REKLA
L1 <--> SHOP
style L1 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style ZA fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style ZB fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style ZC fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LPA fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LPB fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LPC fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style REKLA fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Reklamation fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style TRANSIT fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Transport fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style SHOP fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Verkaufsfläche fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style L2 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Z2A fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Z2B fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LP2A fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LP2B fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
Zahlreiche weitere Szenarien sind möglich. Entscheidend ist, dass Lagerorte für verschiedene Prozesse konfiguriert werden können. Bei der Einrichtung müssen Sie festlegen, welche Standorte gemeinsam als Einheit betrachtet werden und welche eine separate Bestandsführung erfordern.

Eine Lagerfläche lässt sich in kleinere Einheiten gliedern. Als Zonen werden gruppierte Lagerflächen mit gemeinsamer Verortung und einheitlichen Merkmalen bezeichnet, beispielsweise eine Hochregal- oder Fachbodenregalzone. Innerhalb dieser Zonen befinden sich die zugehörigen Lagerplätze, also die konkreten Lagerfächer.
Lagerprozesse
Nachdem Sie die Lagerorte eingerichtet haben, müssen Sie die Lagerprozesse definieren. Nachfolgend werden mögliche Lagerprozesse beschrieben. Einige Begrifflichkeiten werden für Sie erläutert:
| Was | Bedeutung |
|---|---|
| Herkunftsbelege | Hiermit sind die den Logistikprozessen zugrunde liegenden Belege gemeint, die von Sachbearbeitern erstellt und freigegeben werden. Dies können sein: • Eingehend → Einkaufsbestellung, Umlagerungsauftrag und Verkaufsreklamation • Ausgehend → Verkaufs- und Umlagerungsauftrag sowie Einkaufsreklamation. Diese Belege enthalten alle Informationen, einschließlich über das reine Logistikinteresse hinausgehende Details wie Faktura-Informationen. |
| Logistikbelege | Hiermit sind die Belege "Wareneingang" und "Warenausgang" gemeint. Bei deren Verarbeitung erfolgt eine Bestandsveränderung durch Zu- oder Abgang von Artikeln. Daher wird dieser Vorgang als Buchung bezeichnet und die historisierten Belege "Gebuchter Wareneingang" und "Gebuchter Warenausgang" genannt. Logistikbelege sind im Informationsgehalt reduziert (beispielsweise ohne Faktura-Informationen) und enthalten ausschließlich logistikrelevante Details. |
| Lagerbelege | So werden die Lageraktivitäten "Einlagerung", "Kommissionierung" und "Lagerplatzumlagerung" innerhalb eines Lagerorts bezeichnet. Bei deren Verarbeitung erfolgt keine Bestandsveränderung des Lagerorts, sondern lediglich eine Änderung der Verortung auf Lagerplatzebene. Dieser Vorgang wird als Registrierung bezeichnet, sodass die historisierten Belege "Registrierte Einlagerung" etc. genannt werden. Werden diese Belege in einer 1-Stufigkeit (siehe unten) ohne zugrunde liegende Logistikbelege verwendet, erhalten sie das Präfix "Lager-", also "Lagereinlagerung" usw. Diese Belege erzeugen eine Bestandsveränderung und werden daher als gebuchte Belege bezeichnet, beispielsweise "Gebuchte Lagereinlagerung". |
| Stufigkeit | Die Stufigkeit beschreibt die logistische Prozesskette vom Wareneingang bis zum Warenausgang. Sie umfasst alle ineinandergreifenden Belege und Tätigkeiten. In der Regel wird für eingehende und ausgehende Prozesse eine gleichstufige Prozesskette etabliert. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich. |
Belegarten und ihre Beziehungen: Das Diagramm zeigt die Beziehungen zwischen Herkunftsbelegen, Logistikbelegen und Lagerbelegen und wie diese im Logistikprozess zusammenhängen.
flowchart LR
subgraph "Belegarten"
direction TB
HB[Herkunftsbelege]
LB[Logistikbelege]
LA[Lagerbelege]
end
subgraph "Herkunftsbelege"
EKB[Einkaufsbestellung]
VKR[Verkaufsreklamation]
UMA1[Umlagerungsauftrag]
VKA[Verkaufsauftrag]
EKR[Einkaufsreklamation]
UMA2[Umlagerungsauftrag]
end
subgraph "Logistikbelege"
WE[Wareneingang]
WA[Warenausgang]
end
subgraph "Lagerbelege"
EL[Einlagerung]
KO[Kommissionierung]
LU[Lagerplatzumlagerung]
end
HB --> LB --> LA
EKB & VKR & UMA1 --> WE
VKA & EKR & UMA2 --> WA
WE --> EL
WA --> KO
style HB fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LB fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LA fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style EKB fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style VKR fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style UMA1 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style VKA fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style EKR fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style UMA2 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style WE fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style WA fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style EL fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style KO fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LU fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
Mögliche Prozesse und zugehörige Einrichtungen von Lagerorten können sein:
| Kurzbeschreibung | Langbeschreibung |
|---|---|
| 0-Stufigkeit | Bei dieser Einrichtung gibt es keine Lagerführung. Alle Buchungen erfolgen unmittelbar in den Herkunftsbelegen. Die Einrichtung kann mit und ohne Lagerplätzen erfolgen. Diese Stufigkeit ist für besonders kleine und überschaubare Läger denkbar, in denen Lagermitarbeiter eine simple manuelle Organisation leben. Meist werden zudem virtuelle Läger, wie bspw. "QS "oder "VK-REKLA", in dieser Art und Weise eingerichtet, sodass eine gesonderte Bestandsführung abseits des versendenden Hauptlagerorts gewährleistet ist. ![]() |
| 1-Stufigkeit mit Logistikbelegen | Bei dieser Variante wird eine simple Lagerführung eingesetzt. Auf Basis der Herkunftsbelege werden der Logistik über gesonderte Belege die durchzuführenden Zu- und Abgänge als Arbeitsvorrat übermittelt. Die Einrichtung kann mit und ohne Lagerplatzführung umgesetzt werden. Eine Buchung im Herkunftsbeleg mit Lagerplatzangabe ist möglich, vorbei an Warenein- und ausgangsbelegen.![]() |
| 1-Stufigkeit mit Lagerbelegen | Ebenfalls eine simple Lagerführung. Auf Basis der Herkunftsbelege werden der Logistik Bestände zu- und abgebucht. Die Verräumung davor/danach wird als Arbeitsvorrat in einer Lageraktivität übermittelt. Die Einrichtung kann mit und ohne Lagerplatzführung umgesetzt werden. Eine Buchung im Herkunftsbeleg mit Lagerplatzangabe ist ebenfalls möglich, vorbei an Lagereinlagerung und Lagerkommissionierung.![]() |
| 2-Stufigkeit nicht gesteuert | Bei dieser Variante wird eine feingliedrigere Logistik abgebildet. Ziel ist es, Mitarbeiter mit Lageraktivitäten in Arbeitsvorgängen getrennt voneinander anzuweisen und eine ineinandergreifende Prozessketten abzubilden. Bspw. vereinnahmen Mitarbeiter am Eingangstor verbleibend ankommende Artikel anhand von Wareneingangsbelegen, während andere Mitarbeiter sich um die Verräumung kümmern. Diese Einrichtung kann mit und ohne Lagerplatzführung umgesetzt werden. Die Besonderheit ist, dass dies nicht gesteuert eingerichtet wird. Das bedeutet, dass zu jedem Zeitpunkt ein Artikel über Buch.-Blätter oder Belege ein- und ausgebucht werden kann, quasi an der Logistik vorbei. Zudem kann das Lager mit Lagerplätzen, aber nur ohne Zonen, eingerichtet werden.![]() |
| 2-Stufigkeit gesteuert | Die Einrichtung ist ähnlich zur vorherigen Erklärung, allerdings sind die Punkte "Gesteuerte Einlagerung" und "Kommissionierung" aktiviert. Dies bildet die komplexeste Ausbaustufe der von Microsoft zur Verfügung gestellten Logistikprozesse ab. Meist wird diese Einrichtung für größere und komplexere Lagerorte mit ausgeklügelten Prozessen aktiviert, in denen einen strikte Arbeitsteilung zwischen Sachbearbeitung und Logistik, sowie bzgl. der Tätigkeiten innerhalb der Logistik stattfinden. Neben der Organisation der Lagerplätze in Zonen kommt die Besonderheit hinzu, dass übergriffige Buchungen an der Logistik vorbei unterbunden werden. Arbeiten sind strikt in den Prozessen der Belegkette durchzuführen. Der Leitstand kann mit Buch.-Blättern eingreifen, aber spontane Zu- und Abgangsbuchungen von Lagerplätzen werden auf einem virtuellen Lagerplatz "AUSGLEICH" gesammelt, welcher final im Saldo bereinigt wird. So wird sichergestellt, dass vor Veränderung des Lagerortbestands eines Artikels (beeinflusst Verkaufsverfügbarkeit und Lagerwert) intern ein Ausgleich zwischen Lagerplätzen stattfindet. Bsp.: Ein betroffener Artikel wird auf Lagerplatz 1 vermisst, aber auf Lagerplatz 2 gefunden. In diesem Fall sind lediglich die Lagerplatzbestände zu bereinigen, aber der Lagerortbestand unverändert zu belassen.![]() |
| 2-Stufigkeit gesteuert mit Lagereinheiten | Entspricht der vorherigen Ausbaustufe, allerdings werden alle erweiternden unitop-Funktionen eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist die gruppierte Bewegung von Artikeln mit Lagereinheiten und Transporthilfsmitteln. Beispielsweise werden im Wareneingang ankommende Artikel zunächst auf Paletten (Lagereinheiten) gebündelt und anschließend gemeinsam zu Ziellagerplätzen verräumt. Für die Prozessabwicklung stehen den Mitarbeitern die unitop MDE-Applikation und die Business Central Belege zur Verfügung. |
Stufigkeiten im Vergleich: Das Diagramm zeigt, alle fünf verschiedenen Stufigkeitstypen (von 0-Stufigkeit bis 2-Stufigkeit gesteuert mit Lagereinheiten) und die unterschiedlichen Prozessabläufe.
flowchart TB
subgraph "Stufigkeiten im Vergleich"
subgraph "0-Stufigkeit"
direction LR
HB0[Herkunftsbeleg] --> Buchung0[Direkte Buchung]
end
subgraph "1-Stufigkeit mit Logistikbelegen"
direction LR
HB1[Herkunftsbeleg] --> LB1[Logistikbeleg] --> Buchung1[Buchung]
end
subgraph "1-Stufigkeit mit Lagerbelegen"
direction LR
HB2[Herkunftsbeleg] --> LA2[Lagerbeleg] --> Buchung2[Buchung]
end
subgraph "2-Stufigkeit nicht gesteuert"
direction LR
HB3[Herkunftsbeleg] --> LB3[Logistikbeleg] --> Buchung3[Buchung] --> LA3[Lagerbeleg] --> Reg3[Registrierung]
BB3[Buch.-Blätter] -.-> Buchung3
end
subgraph "2-Stufigkeit gesteuert"
direction LR
HB4[Herkunftsbeleg] --> LB4[Logistikbeleg] --> Buchung4[Buchung] --> LA4[Lagerbeleg] --> Reg4[Registrierung]
BB4[Buch.-Blätter] -.-> LP4[Lagerplatz AUSGLEICH]
end
subgraph "2-Stufigkeit gesteuert mit LE"
direction LR
HB5[Herkunftsbeleg] --> LB5[Logistikbeleg] --> Buchung5[Buchung] --> LA5[Lagerbeleg] --> Reg5[Registrierung]
LE5[Lagereinheiten] --> LA5
end
end
style HB0 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Buchung0 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style HB1 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LB1 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Buchung1 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style HB2 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LA2 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Buchung2 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style HB3 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LB3 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Buchung3 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LA3 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Reg3 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style BB3 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style HB4 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LB4 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Buchung4 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LA4 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Reg4 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style BB4 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LP4 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style HB5 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LB5 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Buchung5 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LA5 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style Reg5 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LE5 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
Hinweis
Die weiteren Erklärungen beziehen sich auf den komplexesten Fall: 2-Stufigkeit gesteuert mit unitop.
Weitere typische (meist virtuelle) Lagerorte können sein: "EK-REKLA", "QS", "SCHROTT," "SPERR", "TRANSIT" und "VK-REKLA". Sie dienen hauptsächlich der Bestandsführung und besitzen keine Logistikprozesse, auch wenn die Einrichtung dies zulässt. Hauptziel ist es, eine klare Abgrenzung zu verkaufsfähigen Beständen des Versandlagerorts zu schaffen.

Dieses Schaubild verdeutlicht die vielfältigen Möglichkeiten der Einrichtung der logistischen Prozesskette. In den ersten drei Szenarien können eingerichtete Belegketten situativ übersprungen werden, während in der maximalen Ausbaustufe der gesteuerten Kommissionierung und Einlagerung die Einhaltung der Belegkette erzwungen wird. Die weitere Dokumentation bezieht sich auf den untersten Fall der gesteuerten Logistikprozesse.
Herkunftsbelege können sein:
- Einkaufsbestellung, Verkaufsreklamation, Umlagerungsauftrag
- Verkaufsauftrag, Einkaufsreklamation, Umlagerungsauftrag
Logistikbelege können sein:
- Wareneingang
- Warenausgang
Lagerbelege können sein:
- Einlagerung, Lagereinlagerung
- Kommissionierung, Lagerkommissionierung
- Lagerplatzumlagerung, Lagerbestandsumlagerung
Eingehende und ausgehende Prozesse: Das Diagramm zeigt die spezifischen Prozessflüsse für eingehende Artikel (Einkaufsbestellung → Wareneingang → Einlagerung) und ausgehende Artikel (Verkaufsauftrag → Warenausgang → Kommissionierung).
flowchart LR
subgraph "Eingehende Prozesse"
direction TB
EB[Einkaufsbestellung] --> WE[Wareneingang]
VR[Verkaufsreklamation] --> WE
UA1[Umlagerungsauftrag] --> WE
WE --> EL[Einlagerung]
end
subgraph "Ausgehende Prozesse"
direction TB
VA[Verkaufsauftrag] --> WA[Warenausgang]
ER[Einkaufsreklamation] --> WA
UA2[Umlagerungsauftrag] --> WA
WA --> KO[Kommissionierung]
end
subgraph "Interne Prozesse"
direction TB
LPU[Lagerplatzumlagerung]
end
style EB fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style VR fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style UA1 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style WE fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style EL fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style VA fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style ER fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style UA2 fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style WA fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style KO fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
style LPU fill:#fff,stroke:#0098a1,stroke-width:1px,color:#000000
Artikel
Artikel sind typischerweise Gegenstände, mit denen ein Unternehmen handelt. Ihre "Art" kann in "Bestand", "Serviceartikel" und "Kein Bestand" unterschieden werden. Die weitere Dokumentation bezieht sich auf physische Artikel (Art = Bestand), die Lagerprozesse durchlaufen und umfassend zu handhaben sind.
Neben vielen warenwirtschaftlich prozessrelevanten Eigenschaften wie Preisen können auch logistiksteuernde Einrichtungen vorgenommen werden. Die wichtigsten Einrichtungen sind:
| Wo | Was | Beschreibung |
|---|---|---|
| Karte | Nr. | Die eindeutige Nummer des Artikels, die als Identifikationsmerkmal dient. |
| Karte | Beschreibung | Der Name des Artikels, der nahezu an allen Stellen in Business Central und in den Dialogen angezeigt wird. |
| Karte | Basiseinheit | Die kleinste Mengeneinheit eines Artikels, die den Faktor 1 erhält. In Handelsunternehmen ist dies typischerweise "STÜCK", weitere Einheiten wie "METER" sind ebenfalls möglich. Die Basiseinheit bildet die Grundlage für alle weiteren Mengeneinheiten des Artikels. |
| Karte | Artikelverfolgungscode | Die Einrichtung eines Codes aktiviert die Verfolgung für Artikel. Die Codes können in unterschiedlicher Komplexität eingerichtet und genutzt werden. Typischerweise wird eine durchgängige Verfolgung über alle Prozesse (Eingang, Intern, Ausgang) aktiviert. Alternativ sind Teilverfolgungen denkbar, sodass bspw. die Seriennummer eines Artikels erst bei Versendung zu speichern ist. Letztlich wird hiermit eine tiefgehende Verfolgung gewährleistet, ggf. bis auf das einzelne Stück, also an welcher Stelle welche Mengen eines Artikels lagern und in welchen Belegen benutzt wurden. Besonderheiten der einzelnen Verfolgungscodes sind: • Seriennummern: Immer im Kontext der Basiseinheit. Jedes Einzelstück hat eine eindeutige Seriennummern zu erhalten, bspw. ein elektronisch Handelsprodukt wie ein Mobiltelefon. Im Industrieumfeld ist es nicht unüblich durch eine unitop Erweiterung seriennummernpflichtige Artikel eine größere Menge als 1 zu ermöglichen, um bspw. eine nachvollziehbare Längenverfolgung von Meterartikeln zu ermöglichen. • Chargennummern: Kann mehreren Mengen eines Artikels einheitenunabhängig hinterlegt werden, bspw. die Charge einer Fliese zum Nachhalten der Brennung eines Kreditors Paketnummern •Analog zu Chargennummern sind Paketnummern ebenfalls nicht basismengenbezogen. Hiermit ist es möglich eine dritte Ausprägung einer Verfolgung zu speichern, neben den ggf. kreditorbezogenen Verfolgungen der Serien- und Chargennummern. |
| Karte | Seriennummern | Sofern eine Artikelverfolgung für den Artikel eingerichtet wurde, können im jeweiligen Prozess manuell Seriennummern in benötigter Anzahl eingetragen oder durch manuelle Aktionsauslösung automatisch aus der in diesem Feld hinterlegten Nummernserie übernommen werden. |
| Karte | Chargennummern | Analog zu Seriennummern. |
| Karte | Paketnummern | Analog zu Seriennummern. |
| Karte | Ablaufdatumsformel | Chargenartikel können ein Ablaufdatum erhalten, das in den Artikelposten gespeichert wird, beispielsweise bei Lebensmitteln. Die Formel unterstützt die automatische Berechnung des Ablaufdatums. |




