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Mengeneingabe und Schnellpacken

Die Funktionen Mengeneingabe und Schnellpacken erleichtern die effiziente Bearbeitung von Packaufträgen und beschleunigen den Verpackungsprozess. Sie bieten Optionen für eine schnellere Mengenerfassung und vereinfachtes Verpacken, besonders bei größeren Artikelausgangsmengen.

Mehrfachscan

In der Regel wird pro Scan die Menge 1 einem Artikel zugeordnet, sodass Sie durch Mehrfachscannen des Artikels eine beliebige Anzahl nacheinander abarbeiten können. Voraussetzung ist die Deaktivierung in der "Verpackung Einrichtung", Register "Allgemein" unter "Aktiviere Mengen-Eingabe".

Mengeneingabe

Mithilfe der Mengeneingabe fällt der Mehrfachscan weg. Navigieren Sie im Menü des Packauftrags auf "Scan" und "Aktiviere Mengeneingabe". Geben Sie die richtige Menge des Artikels in der Karte ein, statt einzelne Einheiten nacheinander zu scannen.

Mengeneingabe mit verschiedenen Einheitengrößen

Beispiel: Kopierpapier wird standardmäßig in Paketen verkauft, wobei 10 Pakete einem Karton entsprechen. Wenn zwei Kartons verkauft werden, entspricht dies 20 Paketen. Dafür kann ein eigener Barcode als Referenzcode (Artikelreferenzen) hinterlegt werden, um die unterschiedlichen Einheiten effizient abzubilden.


Schnellpacken

Die Funktion "Schnellpacken" packt zu verpackende Positionen in das aktuelle Paket, um das mehrmalige Scannen zu überspringen (ausgenommen sind serienpflichtige Artikel).

Dabei sorgt die Funktion dafür, dass alle noch offenen Artikel aus den Packauftragszeilen in das aktuell geöffnete Packstück gelegt werden. Artikel mit und ohne Artikelverfolgung werden dabei in den Packauftragszeilen getrennt dargestellt, sodass das Schnellpacken auch für Artikel mit Artikelverfolgung unterstützt wird.

Genereller Funktionsaufruf: Navigieren Sie im Menü des Packauftrags auf "Scan" und "Schnellpacken". Editieren und bestätigen Sie den Wiegedialog.

Anwendungsszenarien für Schnellpacken nach Lagerorttypen und mit Artikelverfolgung

Das Schnellpacken verhält sich je nach Lagerorteinrichtung und Logistikprozess unterschiedlich.

Die folgende Übersicht zeigt die Unterschiede zwischen den Lagerorttypen:

Lagerorttyp Artikelverfolgung Schnellpacken-Verhalten
Gesteuerter Lagerort (Kommissionierung) Automatisch aus Quell-Lagerplatz-Suche Alle Artikel werden automatisch dem Packstück hinzugefügt
Nicht gesteuerter Lagerort (Kommissionierung) Automatisch aus Kommissionierung Alle Artikel werden automatisch dem Packstück hinzugefügt
Warenausgang (ohne Lageraktivitäten) Manuelle Eingabe erforderlich Nur Artikel mit vorgegebener Artikelverfolgung werden automatisch hinzugefügt
Lagerkommissionierung Vollständige Eingabe vor Packauftrag erzwungen Alle Artikel werden automatisch dem Packstück hinzugefügt
Verkaufsauftrag (ohne Lageraktivitäten) Manuelle Eingabe erforderlich Nur Artikel mit vorgegebener Artikelverfolgung werden automatisch hinzugefügt
Hinweis

Für eine optimale Nutzung des Schnellpackens empfiehlt es sich, die Artikelverfolgungsinformationen bereits im vorgelagerten Prozess (z. B. Kommissionierung oder Warenausgang) vollständig zu erfassen.

Kommissionierung im gesteuerten Lagerort

Beispiel: Lagerort HAMBURG

In diesem Szenario ist die Einrichtung für einen gesteuerten Lagerort aktiv. Der gesteuerte Lagerort ermittelt bei der Quell-Lagerplatz-Suche automatisch die zu nutzenden Bestände.

Ablauf:

  1. Nach Durchführung der Kommissionierung öffnen Sie den Packauftrag, um Einsicht ist die kommissionierten Artikel zu erhalten.

  2. Das Schnellpacken wird durch Scannen des Barcodes oder die Seitenaktion ausgelöst (Menü: "Scan", "Schnellpacken").

  3. Editieren und bestätigen Sie den Wiegedialog. Alle Artikel werden unmittelbar und trotz vorhandener Artikelverfolgung erfolgreich dem aktiven Packstück hinzugefügt.

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Hinweis

Die automatische Quell-Lagerplatz-Suche im gesteuerten Lagerort stellt sicher, dass die Artikelverfolgungsinformationen bereits aus der Kommissionierung stammen und beim Schnellpacken direkt übernommen werden können.

Kommissionierung im nicht gesteuerten Lagerort

Beispiel: Lagerort DÜSSELDORF

In diesem Szenario ist die Einrichtung für einen nicht gesteuerten Lagerort aktiv.

Ablauf:

Das Vorgehen entspricht exakt dem des gesteuerten Lagerorts (siehe Lagerort HAMBURG). Auch hier werden alle Artikel einschließlich der Artikelverfolgung unmittelbar dem Packstück hinzugefügt.

Einrichtung Lagerort Düsseldorf

Warenausgang ohne Lageraktivitäten

Beispiel: Lagerort MÜNCHEN

In diesem Szenario ist die Einrichtung für einen Lagerort ohne Lageraktivitäten aktiv. Der Lagerort arbeitet ohne separate Lageraktivitäten und kann sofort im Logistikbeleg gebucht werden.

Besonderheit:

Die Artikelverfolgung stammt nicht aus einer automatisierten Quell-Lagerplatz-Suche der Kommissionierung, sondern muss manuell eingetragen werden:

  • In den Artikelverfolgungszeilen des Herkunfts- oder Logistikbelegs
  • Direkt im Packauftrag

Ablauf:

  1. Im Beispielszenario wurde die Artikelverfolgung teilweise bereits im Warenausgang vorgegeben.

  2. Die fehlende Artikelverfolgung für die Restmengen ist durch die Logistik im Packauftrag zu wählen.

  3. Beim Auslösen des Schnellpackens werden die Mengen mit bereits vorgegebener Artikelverfolgung erfolgreich in das Packstück übernommen.

  4. Da weitere Restmengen ohne Artikelverfolgungsvorgabe ausstehen, müssen diese manuell weiterverarbeitet werden (im gleichen oder in einem neuen Paket).

Hinweis

Wäre die Artikelverfolgung für alle Positionen umfassend vorgegeben, würden alle Mengen beim Schnellpacken automatisch dem Packstück zugeordnet werden. Fehlende Artikelverfolgungsinformationen erfordern eine manuelle Nachbearbeitung.

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Lagerkommissionierung

Beispiel: Lagerort KÖLN

In diesem Szenario ist die Einrichtung für eine Lagerkommissionierung aktiv.

Ablauf:

Das Vorgehen entspricht exakt dem des gesteuerten Lagerorts (siehe Lagerort HAMBURG).

Besonderheit:

In der Lagerkommissionierung ist sichergestellt, dass die Artikelverfolgung umfassend eingetragen ist, bevor ein Packauftrag gestartet werden kann. Dies gewährleistet eine vollständige Rückverfolgbarkeit bereits vor dem Verpackungsprozess.

Einrichtung Lagerort Köln mit Grundeinstellungen

Verkaufsauftrag ohne Lageraktivitäten

Beispiel: Lagerort KREFELD

In diesem Szenario ist die Einrichtung für einen Verkaufsauftrag ohne Lageraktivitäten aktiv.

Ablauf:

Das Vorgehen entspricht exakt dem des Warenausgangs ohne Lageraktivitäten (siehe Lagerort MÜNCHEN). Hier ist ebenso die Artikelverfolgung manuell in den Artikelverfolgungszeilen oder im Packauftrag zu ergänzen.

Einrichtung Lagerort Krefeld mit Grundeinstellungen