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Sonderfälle
Serien- und Chargennummern und Einheiten bzw. Varianten (am Beispiel SOP)
Serien- und Chargennummern eines Artikels müssen in bestimmten Fällen zwingend im System erfasst werden. Diese Erfassung wird im Einlagerungsprozess abgefragt, sodass die Nachverfolgbarkeit gewährleistet ist. Dabei können auch Artikel mit verschiedenen Mengeneinheiten verwaltet werden.
Sofern Sie Artikel mit unterschiedlichen Einheiten oder Varianten kommissionieren möchten, werden Sie während der Bearbeitung am MDE-Gerät automatisch an den entsprechenden Stellen darauf hingewiesen eine entsprechende Nummer o. a. zu scannen oder auszuwählen.
Lesen Sie mehr zu dem Thema Arbeiten mit Seriennummern und Chargennummern in der Dokumentation von Microsoft.
Wählen Sie im Hauptmenü des MDE-Geräts "2: Komissionierung" und z. B. "2: SOP".
Scannen Sie den Kommissionierschein, falls vorhanden. Ansonsten wählen Sie "Nächste", um mit dem nächsten SOP zu beginnen.
Dem "Von"-Feld entnehmen Sie den Entnahmeort.
Scannen Sie den "Entnahme-LP" und danach den Artikel:
- Für Chargennummern-Artikel: Wenn auf dem Lagerplatz verschiedene Serien oder Chargennummern-Artikel liegen, wählen Sie jetzt die passende Nummer auf dem MDE-Gerät aus oder scannen Sie die entsprechende Seriennummer. Dieser Schritt entfällt, wenn im Lagerplatz ohnehin nur eine Charge liegt.
- Für Artikel mit unterschiedlichen Einheiten oder Varianten: Wenn auf dem Lagerplatz verschiedene Artikeleinheiten liegen, wählen Sie jetzt die passende Einheit oder Variante auf dem MDE-Gerät aus oder scannen Sie die entsprechende Einheit bzw. Variante.
Geben Sie die Menge an.
Hinweis
Das System erkennt automatisch, wenn eine Position abgeschlossen wurde und fährt mit der nächsten Position fort. Zusätzlich erkennt es, wenn keine weiteren Artikel erforderlich sind (ansonsten wählen Sie "Voll") und Sie sich zum Versandlagerplatz begeben sollen.
Zum Abschluss scannen Sie den angegebenen Versandlagerplatz.
Hinweis
In der Regel haben verschiedene Varianten einen eigenen Barcode. Scannen Sie diesen müssen Sie die Artikelnummer und Variante nicht erneut bestätigen.
Hinweis
Wurde das Befüllen einer Palette unterbrochen, kann der Prozess durch das Scannen der Logistikeinheit fortgesetzt werden. Die Verwendung von Seriennummern mit Einheiten, ungleich einer Basiseinheit, wird nicht unterstützt.
Gebindeanbruch in der Kommissionierung
Bei einem Gebindeanbruch im Kommissionierprozess wird eine ursprünglich vollständige Verpackungseinheit (z. B. eine Palette) geöffnet, um nur einen Teil der darin enthaltenen Artikel zu entnehmen. Dieser Vorgang ist notwendig, wenn die benötigte Menge kleiner ist als die gesamte Gebindegröße. Der restliche Bestand im Gebinde bleibt auf der Palette und wird entweder für zukünftige Kommissionierungen weiter genutzt oder ins Lager zurückgeführt. Voraussetzung hierfür ist die Aktivierung der Gebindeanbruch-Nutzung.
Szenario: Ein Kunde bestellt 80 Pakete in einer Single-Order-Bestellung. Die Packstücke einer Palette sollen zunächst am selben Lagerplatz eingelagert werden. Einer Kommissionierung entnehmen Sie folgende Informationen:
| Zeilennr. | Aktionsart | Lagerplatzcode | Menge | Einheitencode |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Lagerentnahme | 1000 | 1 | Palette |
| 2 | Einlagerung | 1000 | 100 | Packstücke |
| 3 | Lagerentnahme | 1000 | 90 | Packstücke |
| 4 | Einlagerung | Warenausgangsplatz 01 | 80 | Packstücke |
Beginnen Sie mit der Durchführung am MDE-Gerät.
Während der Prozessausführung wird dem MDE-Gerät/Logistiker mitgeteilt, dass eine vollständige Einlagerung erfolgen soll, anstatt nur 80 Pakete von der Palette zu entnehmen. Die Basiseinheit (100 Packstücke) wird im Hintergrund dazugebucht, bevor die Kommissionierung erfolgt.
Für alle weiteren Kommissionierungen wird der Schritt (Zeilennr.) 3 und 4 automatisch entfernt, da bereits eine Einlagerung der Packstücke erfolgt ist. Das Ergebnis kann in BC in den "Lagerplatzposten" oder im Artikel unter "Zugehörig", "Lagerplatzinhalt" und Aufruf der "Menge" nachvollzogen werden.
Hinweis
Die Umbuchung der Einheit (im Beispiel von Palette auf Stück) erfolgt automatisch im Hintergrund mit Bestätigung der Entnahme und ggf. des Ablegens auf dem Transporthilfsmittel.