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Bestellung mit einem Logistikbeleg (Lagereinlagerung)

Sie kaufen in einer bestimmten Abmessung ein und erhalten eine abweichende Abmessung geliefert? Zum Beispiel bestellen Sie ein Blech in einer Handelslänge von 6 m und erhalten ein Material mit 5,5 m oder 6,8 m. Wie Sie in einem solchen Fall mit Lagereinlagerungen arbeiten, lesen Sie nachfolgend.

  1. Einkaufsbestellung anlegen: Nehmen Sie wie gewohnt eine Einkaufsbestellung vor. Geben Sie einen Kreditor, eine Artikelnummer sowie alle weiteren relevanten Bestelldaten an. Geben Sie die Bestellung anschließend frei.

  2. Lagerbeleg erstellen: Wählen Sie im Menüband "Aktionen" > "Lager" > "Lagerbelege erstellen", um eine Lagereinlagerung oder eine Lagerkommissionierung zu erzeugen. Auf diese Weise können Sie Artikel gemäß der grundlegenden Lagerkonfiguration auf dem Beleg bewegen, ohne Wareneingangs- oder Warenausgangsbelege zu benötigen. Mehr zum Thema Lagereinlagerungen lesen Sie in der Dokumentation von Microsoft.

  3. Lagereinlagerung öffnen und prüfen: Öffnen Sie die "Lagereinlagerungen" über die Suche und wählen Sie den zur Bestellung gehörenden Beleg aus. Im Reiter "Zeile" finden Sie alle Informationen zur Einkaufsbestellung, darunter Abmessungen, Güte und Gütenorm, Maßnorm sowie die Menge. Sind tatsächliche Abmessungen in der Einrichtung aktiviert, werden diese ebenfalls angezeigt und können angepasst werden. Abweichende tatsächliche Abmessungen werden nach der Änderung grün hervorgehoben.

  4. Bewegungsmenge und Gewicht erfassen: Geben Sie die Bewegungsmenge an. Das tatsächliche und das theoretische Gewicht werden auf Basis der Einkaufsbestellung automatisch berechnet. Bei Bedarf können Sie das tatsächliche Gewicht nachträglich anpassen.

  5. Benutzerdefinierte Chargennummern erstellen: Wählen Sie im Menüband "Zeile" > "Benutzerdef. Chargennr. erstellen". Es öffnet sich ein Fenster, in dem die Artikelnummer und der Variantencode bereits vorbelegt sind. Geben Sie an, wie viele Chargennummern erstellt werden sollen (z. B. 10) und welche Menge je Charge gelten soll (z. B. 1). Bestätigen Sie Ihre Eingaben. Die Chargennummern werden anhand der in der Einrichtung definierten Nummernserie automatisch erzeugt.

  6. Chargenzeilen prüfen: Nach der Erstellung werden entsprechend viele Zeilen angelegt. Im Beispiel entstehen zehn Zeilen mit jeweils einer Menge von 1. Jeder Zeile wird eine fortlaufende Chargennummer zugewiesen.

  7. Chargendaten anpassen: Bei Bedarf können Sie in den einzelnen Zeilen Anpassungen vornehmen, zum Beispiel am tatsächlichen Gewicht, der Hersteller-Material-ID oder der Herstellerschmelze. Alle Änderungen werden automatisch in die Chargen-Informationskarte übernommen.

  8. Lieferwerkcode angeben: Wenn für den Endkunden der Produktionsursprung des Materials relevant ist, geben Sie den Lieferwerkcode an. Dieser verweist auf alle Kreditoren, die mit dem Merkmal "Lieferwerk" gekennzeichnet sind. Die Angaben werden anschließend in die Chargen- und Serieninformationskarte übertragen.

  9. Bestellung buchen: Buchen Sie die Lagereinlagerung über die Aktion "Buchen" und wählen Sie "Liefern" oder "Liefern und Fakturieren".

  10. Artikelposten einsehen: Öffnen Sie die "Artikelposten" über die Suche. Dort sind alle relevanten Felder der Abmessungsverwaltung aufgelistet, darunter Abmessungen, Gütecode, Gütenorm, Maßnorm und Zollpositionsnummer.

  11. Verbrauch bei Abmessungsänderung prüfen: Wurde in der Einkaufsbestellung eine Abmessung geändert, hat im Hintergrund ein Verbrauch stattgefunden. Das nachfolgende Beispiel erläutert diesen Vorgang.

Beispiel: Abmessungsänderung bei der Lagereinlagerung

Das folgende Beispiel zeigt, was im System passiert, wenn Sie bei einer Lagereinlagerung die tatsächliche Abmessung einer Charge nachträglich ändern.

Ausgangssituation: Sie haben die Lagereinlagerung einer Einkaufsbestellung geöffnet und zehn Chargen über "Benutzerdef. Chargennr. erstellen" angelegt.

  1. Tatsächliche Länge einer Charge ändern: Ändern Sie bei einer der Chargen die tatsächliche Länge von 6.000 mm auf 6.200 mm. Alle Abmessungsfelder dieser Charge werden daraufhin grün hervorgehoben. Buchen Sie die Lagereinlagerung mit "Liefern" oder "Liefern und Fakturieren". In den Artikelposten sind anschließend alle zehn Einkaufslieferungen aufgelistet.

  2. Hintergrundverbrauch nachvollziehen: Durch die geänderte tatsächliche Abmessung hat das System im Hintergrund einen Verbrauch ausgelöst. Zunächst wurde die Charge mit 6.000 mm eingebucht. Anschließend erfolgte ein Verbrauch über einen Montageauftrag, wobei die Chargennummer ausgebucht wurde. Direkt danach wurde die Charge mit der neuen Länge von 6.200 mm produziert und erneut eingebucht. Die Restmenge in der ursprünglichen Abmessung beträgt daher 0. Die Restmenge 1 ist nun der neuen Abmessung zugeordnet.

  3. Neues theoretisches Gewicht prüfen: Die geänderte Länge führt zu einem höheren theoretischen Gewicht. Liegt das neue theoretische Gewicht beispielsweise bei 2.041 kg, das tatsächlich verwogene Eingangsgewicht jedoch bei 2.000 kg, wird das tatsächliche Gewicht dennoch unverändert übernommen.

  4. Ergebnis kontrollieren: Die tatsächliche Abmessung ist nun korrekt auf Lager gebucht. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie in der unitop Abmessungsmanagement-Einrichtung unter "Tatsächliche Abmessung" die Option "Buchen" aktiviert haben. Das System hat dementsprechend die ursprüngliche Länge verbraucht und direkt die neue, tatsächliche Länge eingebucht. Mehr dazu lesen Sie unter Einrichtung – Tatsächliche Abmessungen. Öffnen Sie anschließend die "Chargennr.-Informationsliste", um die Abweichungen in den einzelnen Zeilen einzusehen. Geänderte Abmessungen sind auch dort grün markiert.