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Verpackungsarten im Detail

Datenstruktur und Architektur

Der Multicarrier Connector nutzt für die Verwaltung der Verpackungsarten mehrere miteinander verknüpfte Tabellen:

  1. Versandprofil-Tabelle: Enthält die Grundkonfiguration für jeden Versandweg, inklusive der Zusteller-ID.
  2. Versandprofil-Packstückarten-Tabelle: Speichert die Zuordnung zwischen internen Codes und externen IDs.

Die Schlüsselfelder in der Versandprofil-Packstückarten-Tabelle sind:

Code Der interne Code der Verpackungsart (Primärschlüssel).
Zusteller-ID Die externe ID des Zustellers (Teil des Primärschlüssels).
Externe ID Der Code, der an den Zusteller übermittelt wird.

Systemlogik und Optimierungen

Die Optimierung der Verpackungsarten-Verwaltung wurde durch eine Umstellung der Schlüsselfelder erreicht:

Vorher Nachher
Verknüpfung über Versandprofil-Code (z.B. "DBSWS-45") Verknüpfung über Zusteller-ID (z. B. "DBSWS")
Redundante Einträge für jeden Versandprofil-Code desselben Zustellers. Ein einziger Satz von Packstückarten pro Zusteller.

Diese Änderung reduziert Datenredundanz und vereinfacht die Wartung erheblich. Diese Optimierungen wirken sich besonders positiv aus, wenn viele verschiedene Versandprofile für denselben Zusteller verwendet werden.

Technische Hintergründe der Datenverarbeitung

  • Die Verpackungsarten werden zustellerspezifisch (anhand der externen Zusteller-ID) und nicht mehr versandprofilspezifisch verwaltet.
  • Im Hintergrund erfolgt eine Zuordnung zwischen dem internen Code, der in Business Central verwendet wird, und der externen ID, die an den Zusteller übermittelt wird.
  • Bei der Auswahl einer Packstückart im Versandauftrag werden diese anhand der externen Zusteller-ID (z. B. "DBSWS") und nicht anhand des spezifischen Versandprofils (z.B. "DBSWS-SYSD") ermittelt.
  • Das System verwendet eine Caching-Strategie, um die Performance bei häufigen Zugriffen auf dieselben Daten zu optimieren.

Technischer Ablauf des Download-Prozesses

Der Download-Prozess läuft in folgenden Schritten ab:

  1. Initiierung: Die Aktion "Von Partner importieren" löst einen Codeunit-Aufruf aus.
  2. Authentifizierung: Die Funktion verwendet die hinterlegten API-Zugangsdaten für ShipXpert.
  3. Anfrageerstellung: Eine HTTP-Anfrage mit der Zusteller-ID wird an den ShipXpert-Webservice gesendet.
  4. Datenempfang: Die Antwort enthält alle verfügbaren Packstückarten für den angegebenen Zusteller.
  5. Datenbereinigung: Vor dem Import werden alle bestehenden Packstückarten für die betreffende Zusteller-ID gelöscht.
  6. Datenimport: Die neuen Daten werden in die Tabelle "Versandprofil Packstückarten" importiert.
  7. Protokollierung: Der gesamte Vorgang wird im Webdienst-Anfragen-Protokoll festgehalten.

API-Integration

Der Download-Prozess nutzt die ShipXpert-API, um aktuelle Verpackungsarten abzurufen. Der Ablauf ist:

  1. Ermittlung der Zusteller-ID aus dem ausgewählten Versandprofil.
  2. API-Anfrage an ShipXpert mit der Zusteller-ID als Parameter.
  3. Empfang der Verpackungsarten-Daten im JSON-Format.
  4. Löschen aller bestehenden Einträge für die betreffende Zusteller-ID.
  5. Import der neuen Daten in die Versandprofil-Packstückarten-Tabelle.

Datenflussarchitektur

Der Datenfluss bei der Verarbeitung von Verpackungsarten folgt diesem Muster:

Business Central → ShipXpert API → Versanddienstleister
     ↑                  ↓
     └──────────────────┘
      (Synchronisation)

Der Multicarrier Connector fungiert dabei als Middleware, die die Kommunikation zwischen Business Central und den verschiedenen Versanddienstleistern über ShipXpert standardisiert.

Technische Verarbeitung im Versandauftrag

Wenn der Versandauftrag verarbeitet wird, läuft im Hintergrund folgender Prozess ab:

  1. Das System ermittelt die Zusteller-ID aus dem gewählten Versandprofil.
  2. Es identifiziert die ausgewählte Packstückart und ermittelt die zugehörige externe ID.
  3. Bei der Übermittlung an ShipXpert wird die externe ID anstelle des internen Codes verwendet.

Many-to-One-Beziehung bei Verpackungscodes

Die Konfiguration nutzt eine Many-to-One-Beziehung zwischen internen Codes und externen IDs:

  • Mehrere interne Codes (z.B. "CT", "E120", "E200") können auf dieselbe externe ID ("566") verweisen.
  • Bei der Übermittlung an den Zusteller wird immer die externe ID verwendet, unabhängig vom gewählten internen Code.

Systemintegration und Abhängigkeiten

Die Funktion "Verpackungsarten herunterladen" ist abhängig von:

  1. Konfiguriertem ShipXpert-Zugang: Gültige API-Zugangsdaten müssen in der Einrichtung des Multicarrier Connectors hinterlegt sein.
  2. Gültiger Zusteller-ID: Der Zusteller muss in ShipXpert bekannt und konfiguriert sein.
  3. Netzwerkzugang: Business Central muss Zugriff auf die ShipXpert-API haben.

Fehlerbehandlung

Bei Problemen mit dem Download-Prozess sollten folgende Aspekte überprüft werden:

  1. API-Erreichbarkeit: Stellen Sie sicher, dass der ShipXpert-Webservice erreichbar ist.
  2. Authentifizierung: Prüfen Sie die API-Zugangsdaten in der Einrichtung des Multicarrier Connectors.
  3. Zusteller-Konfiguration: Vergewissern Sie sich, dass der Zusteller in ShipXpert korrekt eingerichtet ist.
  4. Protokolleinträge: Überprüfen Sie das Webdienst-Anfragen-Protokoll auf Fehlermeldungen.