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Partner anlegen und einrichten
Für die Stammdatensynchronisation ist ein Partner ein anderer Mandant, der permanent mit Datenänderungen aus abonnierten Tabellen versorgt wird. Dieser Zielmandant kann sich in derselben Datenbank befinden wie der Quellmandant, er kann aber auch in einer entfernten Datenbank liegen, die über einen Webdienst erreichbar ist. Das Zielsystem wird immer über einen Webdienst angesprochen, auch dann, wenn Quell- und Zieldatenbank identisch sind.
Hinweis
Der erfolgreiche Betrieb der Stammdatensynchronisation setzt voraus, dass im Zielsystem die Extension "Universal Data Connection" in gleicher Version installiert ist. Im Zielsystem wird allerdings außer der Bereitstellung eines Webdienstes keine weitere Einrichtung erwartet.
Einen neuen Partner anlegen
Die Liste "Partner für Stammdatensynchronisation" erreichen Sie über die "Universal Data Connection Einrichtung".
Sie legen dort einen neuen Partner an, indem Sie einen möglichst sprechenden Code und eine erläuternde Beschreibung vergeben. Der Partner wird ignoriert, bis Sie das Kennzeichen "Aktiv" setzen.
Zielwebdienst hinterlegen
Geänderte Daten werden über einen Webdienst in die Zieldatenbank bzw. den Zielmandanten hineingeschrieben. Hierbei wird ein Webdienst erwartet, der in der Zieldatenbank veröffentlicht und von der Quelldatenbank erreichbar ist. Falls keine individuellen Gründe die Nutzung von SOAP notwendig machen, dann entscheiden Sie sich bitte für den Transport-Typ OData V4. Den Transporttyp legen Sie je Partner fest. Der erwartete Webdienst basiert je nach Transporttyp auf einer separaten Codeunit:
+ SOAP: Codeunit 5320654
+ OData V4: Codeunit 5577803
Sie werden üblicherweise unter dem Namen "MDSReceipt" veröffentlicht. Sollten Sie in einer Zieldatenbank gleichzeitig beide Codeunits als Webdienst benötigen, dann können Sie sie auch mit unterschiedlichen Namen veröffentlichen. Den gewählten Namen tragen Sie in der Partnereinrichtung in das Feld "Ziel-Webdienstname” ein.
Die Adresse (den Endpunkt) des Zielwebdienstes tragen Sie in das Feld "Ziel-Webdienst" ein. Für den Transporttyp SOAP tragen Sie den vollständigen Pfad gemäß folgender Beschreibung ein:
| https:// | server.domain.de | :7047/ | BC/ | WS/ | Meine%20Firma/ | Codeunit/ | MDSReceipt | ?Tenant=default |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Protokoll | Hostname in einer Schreibweise, die im Client-Netzwerk aufgelöst werden kann | Port | Name des Service Tiers | Protokollweiche: hier zu SOAP | Mandantenname (urlencoded, case sensitive) | Objektart des freigegebenen Webdienstes | Name des Webdienstes, z. B. "MDSReceipt" | Tenant-ID |
Für den Transport-Typ OData V4 genügt der Pfad bis zum Namen des Service Tiers: https://server.domain.de:7048/BC
Zugangsdaten hinterlegen
Zur Authentifizierung am Ziel-Webdienst verwendet die Extension entweder die direkt in der Partnereinrichtung hinterlegten Credentials, die für Basic Authentication verwendet werden können, oder eine für den Partner hinterlegte OAuth2.0-Authentifizierung. Sobald eine (nicht deaktivierte) OAuth2.0-Einrichtung vorgefunden wird, dann wird diese auch genutzt. Einrichtung Basic Authentication: Füllen Sie die Felder "Benutzername für Ziel-Webdienst" und "Passwort auf dem Zielsystem”. Sollten Sie für die Authentifizierung einen Domänenbenutzer verwenden, füllen Sie auch das Feld "Domäne für Ziel-Webdienst".
Hinweis
Falls Sie die Einrichtung in einem Webclient vornehmen, kann es passieren, dass der Browser Sie beim Befüllen der Einrichtungsfelder mit seiner eigenen Kennwortverwaltung unterstützen möchte. Das ist in der Regel nicht hilfreich, weil Sie hier einen Systembenutzer hinterlegen. Achten Sie deshalb darauf, dass der Browser hier nicht unpassende Werte vorbelegt.
Einrichtung für OAuth2.0
Diese Einrichtung ist bereits im Schnellstart für die Stammdatensynchronisation beschrieben. Bitte beachten Sie, dass Sie die Einrichtung deaktivieren können, um bei Bedarf wieder zur Basic Authentication zurückzukehren. Sollte die Einrichtung aufgrund einer fehlgeschlagenen Authentifizierung in den Status "Fehler” übergehen, dann wird sie beim nächsten Versuch dennoch wieder herangezogen und bei Erfolg auch automatisch wieder in den Zustand "Aktiviert” versetzt. Zum Test führen Sie bitte nach vollständiger Einrichtung der OAuth2.0-Daten die Aktion "Token beziehen” und falls unterstützt auch "Token aktualisieren” aus, um die Funktionsfähigkeit der Authentifizierung zu prüfen. Anschließend können Sie die erhaltenen Tokens mit der Aktion "Token zurücksetzen” auch wieder verwerfen.
Hinweis
Prüfen Sie im Vorfeld, ob der hier eingetragene Benutzer alle benötigten Berechtigungen für die tägliche Arbeit im Zielsystem besitzt.
Füllen Sie anschließend noch die Felder "Mandantenname” und "Tenant”. Sollten Sie die benötigten Angaben nicht kennen, dann stimmen Sie sich bitte mit der Administration Ihrer technischen Infrastruktur ab.
Webdienst prüfen
Im Anschluss an die Einrichtung können Sie über "Aktionen", "Ping" eine Ping-Nachricht an den Ziel-Webdienst senden. Diese Aktion prüft, ob
die je nach Authentifizierung benötigten Feldinhalte vorhanden sind
eine Verbindung zum Zielserver aufgebaut werden kann
der Zielwebdienst eine valide Antwort (einen aktuellen Zeitstempel) liefert.
Die Funktion soll Hinweise auf mögliche Ursachen geben, falls der Zielwebdienst nicht wie erwartet antwortet. Sollten diese Hinweise nicht genügen, bei Bedarf eine funktionierende Verbindung herzustellen, dann stimmen Sie sich bitte mit der Administration Ihrer technischen Infrastruktur ab.