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Fehlerbehandlung
Überblick
Fehler können auf unterschiedlichen Prozessstufen und logischen Ebenen auftreten. Grob klassifiziert sind dies:
- Transport der Änderungshinweise durch die drei Tabellen "Puffer", "Interne Warteschlange" und "Ausgehende Warteschlange"
- Übermittlung eines Datenänderungspaketes durch das Netzwerk (nur bei der Stammdatensynchronisation)
- Verarbeitung eines einzelnen Datensatzes im Zielsystem (nur bei der Stammdatensynchronisation)
Auf diesen Ebenen empfehlen sich folgende Vorgehensweisen zur Fehlerbehandlung:
Transport durch die drei Tabellen
Für den Transport ist der Aufgabenwarteschlangenposten zuständig, der periodisch die Codeunit 5320504 "GOB UDC Merge And Spread Now" ausführt. Dieser kann temporär auf Fehler laufen, wenn bspw. eine Tabelle kurzzeitig gesperrt sein sollte. In solchen Fällen bricht der Aufgabenwarteschlangenposten seine Transaktion ab und das Intervall wird neu ansetzt. Hierfür ist es sinnvoll, den dauerhaften Betrieb des Aufgabenwarteschlangenpostens mittels geeigneter Konfiguration zu unterstützen. Sollte der Aufgabenwarteschlangenposten dennoch dauerhaft unterbrochen sein, dann prüfen Sie sein individuelles Protokoll auf Hinweise und starten den Posten wieder.
Sollten Sie auf diese Weise nicht zu einer Lösung kommen, dann können Sie diese Datenbereitstellung manuell ausführen, um weitere Hinweise auf eine Fehlersituation zu erhalten. Starten Sie dafür aus der "UDC Einrichtung" heraus über "Aktionen" den Prozess "Datenbereitstellung jetzt ausführen". Mögliche Fehlerursachen werden Ihnen im Dialog angezeigt. Sollte der Prozess in diesem Fall erfolgreich enden, dann lässt sich anschließend der Aufgabenwarteschlangenposten wieder erfolgreich starten und die Ursache ist bei Häufung solcher Fälle enger einzugrenzen.
Stoßen Sie hier z. B. auf inhaltliche Konflikte, die die Extension nicht lösen kann, dann hilft hier ggf. ein manueller Eingriff in den kritischen Datensatz.
Übermittlung an das Zielsystem
Erkennen Sie eine Störung auf Paketebene, dann kann die Ursache z. B. in der Einrichtung des Partners liegen oder in einer vorübergehenden Netzwerkunterbrechung. Das System wird immer wieder versuchen, ein erstelltes Paket wenigstens einmal erfolgreich zu übermitteln. Sobald also z. B. die Adresse des Ziel-Webdienstes korrigiert oder die Netzwerkverbindung wieder vorhanden ist, wird das Paket im nächsten Intervall ggf. erfolgreich übertragen.
Verarbeitung im Zielsystem
Auf Datensatzebene können typischerweise geschäftslogische, strukturelle oder Versionskonflikte auftreten. Geschäftslogische Konflikte können Sie z. B. dadurch beheben, dass Sie im Zielsystem einen verträglichen Zustand herstellen. Bspw. eine Ressource anlegen, die referenziert werden soll, die jedoch im Zielsystem manuell gelöscht wurde, nachdem sie lange Zeit nicht verwendet wurde. Um einen oder mehrere markierte Datensätze anschließend erneut zu übertragen, navigieren Sie in der "Ausgehenden Warteschlange für Stammdatensynchronisation" über "Aktionen" zu "Fehlerbehandlung", "Neu Übertragen".
Sie können sich ebenso dafür entscheiden, den betroffenen Eintrag im Quellsystem in der ausgehenden Warteschlange zu ignorieren oder zu löschen, weil er ggf. tatsächlich für das Zielsystem bedeutungslos ist. Um dies zu tun navigieren Sie in der "Ausgehenden Warteschlange für Stammdatensynchronisation" über "Aktionen" zu "Fehlerbehandlung", "Zeilen ignorieren" oder "Zeilen löschen". Sollten die Daten im Zielsystem bereits einen aktuelleren oder zumindest einen anderen (unkritischen) Stand haben als erwartet, können Sie die "Zeilen herabstufen und initialisieren". Das bedeutet, dass Sie anstelle der möglicherweise strikten die defensive Verarbeitung zulassen. Sodass kein Fehler mehr gemeldet wird, wenn ein zu erstellender Datensatz bereits existiert oder ein zu aktualisierender oder zu löschender Datensatz nicht existiert. Hinweise auf solche Konstellationen erhalten Sie in der Spalte "Fehlertyp".