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Das Verfahren der Ausschleusung

Aufträge, die aus einem Webshop eingehen, weisen bereits eine hohe Datenqualität auf. Schließlich besteht die Hauptaufgabe eines Webshops darin, den Kunden auf Basis aktueller Informationen zu einer Bestellung zu animieren. Deshalb bedürfen diese Bestellungen meist keiner weiteren menschlichen Überprüfung, sondern können und sollen direkt ausgeliefert werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Bestellungen bereits bezahlt sind und die Liefergeschwindigkeit ein wesentliches Kriterium der Kundenbindung ist. Jedoch kann es gerade in einer hochautomatisierten Auftragsabwicklung notwendig sein, frühzeitig bestimmte Kriterien zu erkennen, die ein menschliches Eingreifen erforderlich machen.

Die unitop Web Portal Connection bietet hierfür das Verfahren der automatischen Ausschleusung, eine frühzeitige Aussortierung einer Bestellung, die einer manuellen Überprüfung bedarf. Wenn eine Bestellung z. B. mit einem Kommentar des Kunden versehen ist, darf sie nicht automatisch verarbeitet werden, sondern soll einem Anwender zur weiteren Bearbeitung zugeführt werden.

Ausschleusungsgründe

Es sind viele verschiedene Gründe für eine solche Ausschleusung denkbar. Da es kein allgemeines Verfahren zur automatischen Erkennung solcher Gründe gibt, sind in der unitop Web Portal Connection vier Szenarien implementiert:

  • gesperrte Artikel oder Debitoren

  • nicht verfügbare Mengen

  • Preisdifferenzen

  • Kundenkommentare

Diese beispielhaften Szenarien decken bereits einen typischen Bedarf ab, dienen aber in erster Linie dazu, einen geregelten Prozess zur Ausschleusung, menschlichen Klärung und Wiedereinschleusung betroffener Belege zu etablieren.

Ausschleusungsgründe definieren

Durch das Festlegen von individuellen Ausschleusungsgründen können Sie diese bei jedem Beleg identifizieren und zurückverfolgen. Ausschleusungsautomatismen und Gründe für Ausschleusungen von Verkaufsaufträgen legen Sie in der "Web Portal Connection Einrichtung" fest. Navigieren Sie über das Menüband auf "Zugehörig" und "Ausschleusungsgründe". Tragen Sie in der Liste pro Grund einen passenden Code sowie eine Beschreibung ein. Die vier in der Einrichtung vorgesehenen Ausschleusungsgründe werden jeweils nur dann automatisch gesucht, wenn sie in der Einrichtung auch mit einem Code verknüpft sind. Codes, die Sie als Ausschleusungsgrund anlegen, aber in der Einrichtung nicht zuordnen, können Sie bei Bedarf für manuelle Zuordnungen im Beleg verwenden.

Das Verfahren sieht vor, dass jeder erwartbare Ausschleusungsgrund als Code in der Liste "Ausschleusungsgründe" hinterlegt wird. Sie werden dazu verwendet, einen konkreten Verkaufsauftrag als ausgeschleust zu kennzeichnen, indem ihm dieser oder mehrere zutreffende Codes zugeordnet werden. Die Zuordnungszeilen können im Anschluss als "gelöst" markiert werden, wenn die Gründe gesichtet und bearbeitet wurden.