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Logikeditor

Der Logikeditor ermöglicht es komplexe Logikprüfungen und Berechnungen zu definieren. Dazu steht an verschiedenen Stellen (Stücklisten, Arbeitspläne, Artikelfelder) im Produktkonfigurator der Logikeditor zur Verfügung. Dieser kann die logischen Entscheidungswege mit den Rechenoperationen kombinieren.

Logikeditor: logische Abläufe und Rechenoperationen

Rufen Sie den Logikeditor beispielsweise über "Parametergruppen", "Parameter", "Parameter" und "Logikeditor" auf.

In den Spalten "Wert 1", "Wert 2" und "Wert 3" kann per Auswahl auf bereits erfasste Parameternamen und Parameterwerte Bezug genommen werden. So zum Beispiel der Aufruf in der Spalte "Wert 1", der die Übersicht der system-internen Parametern sowie konfigurierte Parameter zur Auswahl anbietet:

Logikeditor Variablen

Weitere Funktionsweisen des Logikeditors werden anhand folgender Beispiele demonstriert.

Gültigkeit der Parameter, Abhängigkeiten

Die Gültigkeit einzelner Optionen kann nicht nur manuell gesetzt werden, sondern ebenso dynamisch in Abhängigkeit zuvor eingegebener Parameter einer Konfiguration. Die konfigurierte Logik und Berechnungen gelten innerhalb der Parameterversion.

Es wird vorausgesetzt, dass verschiedene Modelltypen unserer Sonnenschutzanlage mit den Abmessungen dieser Anlage verbunden sind:

  • das Modell "BERLIN" – entspricht einer kleinen Ausführung
  • das Modell "PARIS" – entspricht einer mittelgroßen Ausführung
  • das Modell "TOKYO" – entspricht einer großen Ausführung
  1. Rufen Sie die Produktvorlage auf, navigieren Sie für das Beispielszenario zu der Parametergruppe "ABMESSUNG", "Parameter".

  2. Für den Parameter "ANL_BREITE" vervollständigen Sie den Wertebereich wie folgt:

    Parameterwertbereiche

    Ziel: Solange in der Konfiguration kein Modell oder Modell "BERLIN" angegeben wurde, sollen die Werte aus dem Wertebereich "10-SCHMAL" gelten. Entsprechend bei PARIS - "20-MITTEL", bei "TOKYO" – "30-BREIT".

  3. Navigieren Sie zu dem Datensatz "10-SCHMAL" und rufen Sie im Menü "Logikeditor" auf. Ergänzen Sie die Daten wie folgt:

    Logikzeilen gefüllt

    Die Logikzeile MODELL.TYP = ‘‘ stellt die Konstellation – "kein Modell angegeben, also Auswahl ist leer – dar.

    Die Logikzeile Rückgabewert.Gültig bewirkt, dass das Feld "Gültig" des Wertebereichs aktiviert bzw. deaktiviert wird.

    Hinweis

    Beim Verlassen der Seite der Logikeditorzeilen führt das System im Hintergrund eine Fehlerprüfung durch. Sollte die Syntax der Operatoren inkorrekt sein, so zeigt das System einen Fehler. Über den Funktionsaufruf "Aktionen", "Fehler anzeigen" gibt das System einen Hinweis auf die Fehlerursache.

  4. Logikzeilen ggf. kopieren: Analog dazu sollte die Gültigkeit für den Wertebereich "20-MITTEL" (Paris) und "30-BREIT" (Tokyo) definiert werden, damit die Logik in Gänze keine Lücken aufweist. Markieren Sie die Zeilen, wählen im Menü "Kopieren" und fügen Sie die Daten bei den übrigen Wertebereichen ein. Öffnen Sie deren Logikzeilen und wählen im Menü "Einfügen". Ändern Sie die Prüfung bei "MODELL.TYP" auf "PARIS".

Im Anschluss daran, ist in der Liste "Parameterwertebereiche" die Spalte "Anzahl Logikzeilen" entsprechend gefüllt.

Parameterwertbereiche

Auswirkung der Gültigkeit und Abhängigkeiten

Anschließend testen Sie die Auswirkung der dynamischen Gültigkeit in Anhängigkeit vom Modell. Starten Sie eine neue Konfiguration, wie im Kapitel Konfiguration erstellen beschrieben. Ändern Sie die Angaben in den Parametern in beliebiger Reihenfolge.

Kontrollieren Sie folgende Auswirkung der hinterlegten Logik:

  1. Solange kein Modellname zugeordnet ist, gelten die Einschränkungen für die Anlagenbreite welche für den Wertebereich "10-SCHMAL" hinterlegt sind.

  2. Wird ein anderes Modell ausgewählt, so gelten die Einschränkungen aus dem Wertebereich, welcher per Logik zu diesem Modell als gültig aktiviert wird.

  3. Durch die Änderung des Modells werden die zuvor eingegebenen Parameter geleert, welche über die Logik in eine Anhängigkeit gebracht wurden. Somit bleiben die Daten der Konfiguration konsistent.

Logikeditor: Überlegungen

Bereits in der ersten Anwendung des Logikeditor unterscheiden sich die Einrichtungen in den Logikzeilen für drei Modelle, obwohl diese gleich sein sollten.

Durch die zusätzliche Bedingung für den leeren Modelnamen gelten die Einschränkungen im Wertebereich "10-SCHMAL" auch dann, wenn kein Modell angegeben ist. Würden zum Startzeitpunkt der Konfiguration alle Wertebereiche gleich ungültig sein, so bedeutet es zugleich - keine Einschränkungen.

Bei der Konfiguration der Logikzeilen kann eine vorherige Betrachtung der möglichen Kombinationen sehr hilfreich sein. In unserem Beispiel haben wir drei Logiken konfiguriert für vier mögliche Fallunterscheidungen. Für andere Fälle lässt sich die Logik umkehren, sodass mit dem Operator "<>" das gewünschte Ergebnis mit weniger Konfiguration erreicht werden kann.