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Wartung

Erkennung von Störsituationen

  • Die Extension läuft im Alltag wartungsfrei, sie erfordert also keine regelmäßigen Eingriffe. Allerdings sollten Sie sich als Betreiber bei Gelegenheit überzeugen, dass sich insbesondere in den drei Warteschlangen (Puffer, Interne Warteschlange, Ausgehende Warteschlange) keine Daten aufstauen. Sollte dies einmal der Fall sein, dann prüfen Sie die möglichen Ursachen und Lösungshinweise.

  • Einen Überblick über die aktuellen Füllstände der Warteschlangen enthält die Universal Data Connection-Einrichtung. Dort finden Sie im Reiter "Status" die Anzahlen der Datensätze im Puffer, der internen Warteschlange und den beiden ausgehenden Warteschlangen der Änderungsverfolgung und der Stammdatensynchronisation. In der Stammdatensynchronisation werden nur die unverarbeiteten Datensätze gezählt, weil dort auch historische Einträge noch für eine eingerichtete Zeitspanne erhalten bleiben.

  • Die Füllstände sollten immer gegen Null tendieren und zeitweise auch tatsächlich den Wert Null aufweisen. Stagnieren Werte über einen längeren Zeitraum oder wachsen stetig an, dann deutet dies auf einen stehengebliebenen Dienst zur Abarbeitung hin. Bei der ausgehenden Warteschlange der Änderungsverfolgung sind in der Regel partnerseitige Dienste für die Abarbeitung zuständig, die drei anderen Warteschlangen werden durch Aufgabenwarteschlangenposten im eigenen Mandanten abgearbeitet.

  • In den Warteschlangen-Einträgen sind Informationen enthalten, wann der Eintrag in die aktuelle und die vorgelagerten Warteschlangen erfolgt ist und welche Zeitspannen sich daraus ergeben. In den beiden ausgehenden Warteschlangen sind dies die Dauer der Zusammenführung (vom Puffer in die interne Warteschlange) und die Dauer der Verteilung (von der internen in die ausgehende Warteschlange) sowie die sich daraus als Summe ergebende Gesamtdauer. Diese Angaben können bei einer Ursachenanalyse, Folgenabschätzung sowie der Kommunikation mit Partnern hilfreich sein.

Feinabstimmung

Diese Dokumentation enthält viele Hinweise, wie Sie die Extension für Ihren individuellen Einsatzzweck mit Hilfe von Einrichtungen optimieren können. Dazu zählen sowohl Dosierungen bei der Datenaufbereitung und -übertragung als auch die Feldauswahl und -reihenfolgen oder Triggerausführungen bei der Verarbeitung im Zielsystem (der Stammdatensynchronisation). Hier ist es angebracht, nach den funktionalen Einrichtungen auch unter dem Aspekt der Performance weitere Verbesserungen vorzunehmen. Bereinigen Sie dazu z. B. die Stammdatensynchronisation um ungenutzte Felder oder prüfen Sie, ob Sie auf aktuell eingerichtete Tabellenfilter verzichten können.

Vorgabewerte

In der Universal Data Connection-Einrichtung sind wesentliche Parameter zur Skalierung bereits mit Standardwerten vorbelegt, die Sie bei Bedarf anpassen können. Solche Anpassungen können sowohl zu erwünschten wie auch zu unerwünschten Ergebnissen führen, deshalb werden die Auswirkungen hier erläutert:

Interne Paketgröße

Hierbei handelt es sich um die Anzahl der Datensätze, die innerhalb einer Transaktion aus der Puffer-Tabelle in die interne Warteschlange transportiert wird. Dieser Wert sollte so klein sein, dass die Sperrung der stark frequentierten Puffer-Tabelle zeitlich sehr kurz ausfällt, um Zugriffskonflikte mit Anwendern zu vermeiden. Der Wert sollte aber so groß sein, dass die anfallenden Datensätze zügig abgearbeitet werden, damit sie sich nicht in der Puffer-Tabelle aufstauen. Der Vorgabewert ist 100. Dieser Wert sollte nicht gesenkt, sondern bei Bedarf erhöht werden. Der Bedarf kann sich daraus ergeben, dass über längere Zeiträume hinweg wiederkehrend mehr als 100 Datensatzänderungen je Intervall des Aufgabenwarteschlangenpostens erzeugt werden und sich Datensätze dadurch in der Puffer-Tabelle aufstauen. Der Minimalwert beträgt 1. Er sollte nur in Ausnahmefällen wie bspw. einer Fehlersuche gewählt werden.

Interne Schleifenanzahl

Dieser Wert betrifft ausschließlich die Stammdatensynchronisation, bei der auch große binäre Objekte (Blob) übermittelt werden, wenn die Einrichtung der Felder dies vorsieht. Trifft die Synchronisation bei der Übertragung auf ein binäres Objekt (bspw. ein Bild), dann schließt sie nach diesem Datensatz automatisch das Übertragungspaket, um dessen Größe zu begrenzen. Damit in einem solchen Fall mehr als nur ein Paket (mit evtl. nur einem Datensatz) je Aufgabenwarteschlangen-Intervall übermittelt wird, folgt die Übertragung des nächsten Paketes im gleichen Intervall, bis die interne Schleifenanzahl erreicht ist. Der Vorgabewert ist 10. Wenn Sie den Wert erhöhen, dann bietet sich eine zusätzliche Begrenzung der Laufzeit des Aufgabenwarteschlangenpostens in Form der Transferdauer an. Der Minimalwert beträgt 1.

Transferdauer

Die Transferdauer ist eine zusätzliche Begrenzung für die Stammdatensynchronisation, die sicherstellt, dass unabhängig von der eingerichteten internen Schleifenanzahl kein weiterer Sendevorgang innerhalb des aktuellen Aufgabenwarteschlangen-Intervalls gestartet wird, wenn die Transferdauer erreicht oder überschritten ist. Der Vorgabewert (in Sekunden) beträgt 50. Sie können diesen Wert bei Bedarf in Zusammenspiel mit dem Aufgabenwarteschlangen-Intervall erhöhen. Der Minimalwert beträgt 1.

Einrichtung neu lesen nach (Sekunden)

Die Universal Data Connection greift in Anwender-Transaktionen ein und ist auf die Verarbeitung großer Datenmengen ausgerichtet, basiert aber vollständig auf Einrichtungen, die jederzeit geändert werden können. Vor diesem Hintergrund werden viele Einrichtungswerte im Anwendungsspeicher gehalten und periodisch neu aus der Datenbank gelesen (Caching). Der hier eingerichtete Wert definiert die Gültigkeitsdauer des Caches. Wenn Sie den Vorgabewert von 60 Sekunden verringern, dann erhöhen Sie damit die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Extension sowie die Anzahl ihrer Datenbankzugriffe. Der Minimalwert beträgt daher 30. Wenn Sie den Wert erhöhen, entlasten Sie die Datenbank. Es kann länger dauern, bis Änderungen in der Einrichtung (z. B. eine neu abonnierte Tabelle) tatsächlich wirksam werden. Da eine Änderung dieses Wertes auch selbst eine Änderung der Einrichtung darstellt, wird sie erst wirksam, wenn die Einrichtung (gemäß dem bisherigen Intervall) neu gelesen wurde.