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Fremdes Abrechnungskonto an den Zusteller übermitteln

Bei Unfrei-Versandoptionen übernimmt nicht der Versender, sondern der Empfänger oder eine dritte Partei die Versandkosten. Ein typisches Szenario im B2B-Geschäft: Ein Kunde stellt seine eigene Zustellernummer – etwa eine DHL-Kundennummer – bereit, damit die anfallenden Versandkosten direkt auf sein Konto gebucht werden. Damit diese Information korrekt an den Zusteller übermittelt wird, steht das Feld Abrechnungskonto im Verkaufsauftrag, in der Verkaufslieferung sowie im Versandauftrag zur Verfügung. Eine gesonderte Einrichtung ist hierfür nicht erforderlich.

Hinweis

Das Feld Abrechnungskonto ist ausschließlich dann relevant, wenn im verwendeten Versandprofil eine Unfrei-Versandoption aktiv ist. Eine inhaltliche Validierung der Kontoangabe findet seitens unitop nicht statt – die Prüfung erfolgt, sofern vorgesehen, durch den Zusteller im Zuge der Etikettenerstellung.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die in ShipXpert verfügbaren Unfrei-Versandoptionen:

Versandoption Kürzel Erklärung
unfrei UNF Der Empfänger trägt die Versandkosten. Die Konto-Information des Empfängers muss im Feld Abrechnungskonto hinterlegt und übermittelt werden.
unfrei 3rd Party fix U3F Analog zu „unfrei", jedoch übernimmt eine dritte Partei die Versandkosten. Die Konto-Information der abrechnenden Partei ist anzugeben.
unfrei 3rd Party UN3 Die Konto-Information ist fest in der Weboberfläche des Zustellerdienstleisters hinterlegt und wird von dort bezogen. Eine Angabe im Versandauftrag ist in diesem Fall nicht erforderlich – siehe z. B. die Konfiguration für UPS im ShipXpert-Handbuch.

Beispiel aus dem ShipXpert-Handbuch: Hinterlegung der Konto-Information für "unfrei 3rd Party" in der Weboberfläche (Beispiel UPS)

Für den unitop-Standardbetrieb sind in der Regel die Optionen „unfrei" (UNF) und „unfrei 3rd Party fix" (U3F) relevant. Da keine automatische Validierung stattfindet, liegt es in der Verantwortung des Projekts bzw. des Kunden, sicherzustellen, dass die korrekte Zusteller-Transportarten-Kombination mit dem passenden Abrechnungskonto hinterlegt ist.

Tipp

Legen Sie für jede benötigte Unfrei-Variante ein eigenes Versandprofil mit sprechendem Namen an. So wird die korrekte Profilauswahl im Verkaufsprozess zuverlässig unterstützt. Beispiel:

  • Zusteller „UPS" / Transportart „STD" → Versandprofil „UPSXX-11" (Versandoption UNF = Nein)
  • Zusteller „UPS" / Transportart „STD-UNF" → Versandprofil „UPSXX-11-UNF" (Versandoption UNF = Ja)

Weitere Informationen zur Einrichtung finden Sie unter Versandoptionen einrichten.

Abrechnungskonto im Verkaufsauftrag erfassen

Das Feld Abrechnungskonto befindet sich im Verkaufsauftrag im Register Lieferung und Abrechnung. Die Eingabesyntax richtet sich danach, ob es sich um eine in- oder ausländische Kundennummer handelt:

  • Inländisches Konto: Kundennummer
  • Ausländisches Konto: Kundennummer;Postleitzahl;Länderkürzel

Beim Buchen des Verkaufsauftrags wird das Feld automatisch in die Verkaufslieferung übernommen – analog zur Behandlung von Speditions-Freitexten, im Register Lieferung.

Übernahme in den Versandauftrag aus dem Verkaufsauftrag

Wird ein Versandauftrag direkt auf Basis eines Verkaufsauftrags erzeugt, übernimmt das System das Abrechnungskonto automatisch in das Register Absender des Versandauftrags. Der Wert kann dort bei Bedarf manuell übersteuert werden.

Beim Aufruf von Freigeben und Drucken erfolgt die Übertragung des Abrechnungskontos an ShipXpert – weitere Details dazu im Abschnitt Übertragung an ShipXpert.

Übernahme in die Verkaufslieferung

Beim Buchen des Verkaufsauftrags wird das Abrechnungskonto automatisch in das Register Lieferung der Verkaufslieferung übertragen. Ist im Verkaufsauftrag kein Abrechnungskonto angegeben, bleibt das Feld in der Lieferung entsprechend leer.

Übernahme in den Versandauftrag aus der Verkaufslieferung

Wird ein Versandauftrag auf Basis einer Verkaufslieferung erzeugt, übernimmt das System das Abrechnungskonto aus der Lieferung ebenfalls automatisch in das Register Absender des Versandauftrags.

Übertragung an ShipXpert

Mit dem Aufruf von Freigeben und Drucken im Versandauftrag wird das Abrechnungskonto als Teil des JSON-Webdienstaufrufs an ShipXpert und damit an den jeweiligen Zusteller übermittelt. Das Feld im JSON-Payload trägt den Namen consigneeCarrierCustomerNumber. Ist kein Abrechnungskonto hinterlegt, wird das Feld mit einem leeren Wert übergeben.

Hinweis

Der genaue Feldname im JSON-Payload (consigneeCarrierCustomerNumber) ist abhängig von der ShipXpert-API-Version. Bitte gleichen Sie diesen bei Bedarf mit Ihrem ShipXpert-Ansprechpartner oder dem aktuellen ShipXpert-Handbuch ab.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich verschiedene Eingaben im Versandauftrag auf den übertragenen JSON-Wert auswirken:

Abrechnungskonto im Versandauftrag Übertragener JSON-Wert an ShipXpert
Kein Wert hinterlegt "consigneeCarrierCustomerNumber": ""
1234567 "consigneeCarrierCustomerNumber": "1234567"
1234567;00184;IT "consigneeCarrierCustomerNumber": "1234567;00184;IT"

ShipXpert-Webdienstanfrage ohne hinterlegtes Abrechnungskonto ShipXpert-Webdienstanfrage mit übertragenem Abrechnungskonto